So befreite sich Stanley Tucci vom früheren Gangsterimage
Stanley Tucci (65) spricht offen über die Schattenseiten seiner frühen Karriere: In einem neuen Interview im Podcast "Awards Chatter" vom Hollywood Reporter erinnert sich der Schauspieler daran, wie er in den 1980er- und 1990er-Jahren in New York immer wieder für dieselben Rollen gebucht wurde. Als junger Italo-Amerikaner mit dunklem Teint landete er fast nur als Mafioso, Gangster oder zwielichtiger Schlägertyp vor der Kamera. "Ich war verzweifelt. Ich war beleidigt", schildert Stanley seine Gefühlslage.
Im Podcast erzählt Stanley, er sei damals in Hollywood und im US-Fernsehen regelrecht "sofort in eine Schublade gesteckt" worden. In Filmen wie "The Pelican Brief", "Undercover Blues" oder "Men of Respect" spielte er immer wieder Figuren mit starkem Mafia- oder Crime-Einschlag. Die Bühne wurde für ihn zur wichtigen Alternative. Theater sei für ihn "eine Art Rettung" gewesen, weil er dort endlich vielfältigere Charaktere verkörpern konnte. Als er dann etwas finanziellen Spielraum hatte, zog er eine klare Grenze: "Ich habe mich einfach geweigert, noch weitere Gangsterrollen zu spielen. Ich habe es einfach nicht getan", schilderte Stanley.
Diese Konsequenz zahlte sich aus. Stanley gewann für seine Auftritte in "Winchell" und "Conspiracy" jeweils einen Golden Globe und erhielt für seine Rolle in "The Lovely Bones" eine Oscar-Nominierung. Heute ist er auch abseits der Leinwand für seine Leidenschaft für Italien bekannt – etwa durch seine Kochreiseserie "Tucci in Italy", die auf National Geographic ausgestrahlt wird, sowie durch seine erfolgreichen Kochbücher. Aktuell begeistert er in dem Streifen Der Teufel trägt Prada 2.






