Mord an Eltern: Nick Reiner plädiert auf nicht schuldig

Mord an Eltern: Nick Reiner plädiert auf nicht schuldig

- Marina Birner
Lesezeit: 2 min

Nick Reiner (32) hat sich vor Gericht im Mordfall seiner Eltern für "nicht schuldig" erklärt. Der Autor, dem der Mord an seinem Vater Rob Reiner (†78) und seiner Stiefmutter Michele Singer Reiner (†70) vorgeworfen wird, erschien am Morgen des 23. Februar vor dem Los Angeles County Superior Court. Seine Pflichtverteidigerin Kimberly Greene verkündete das "nicht schuldig"-Plädoyer im Namen ihres Mandanten vor Richterin Theresa McGonigle. Nick selbst äußerte sich kaum und bestätigte laut Deadline lediglich den 29. April als nächsten Gerichtstermin. Der Saal im Clara Shortridge Foltz Criminal Justice Center war mit Medienvertretern und Schaulustigen voll besetzt, auch vor dem Gebäude in Downtown Los Angeles hatten sich zahlreiche Reporter mit Kameras und Mikrofonen postiert.

Dem jüngsten Sohn der Reiners wird vorgeworfen, seine Eltern am 14. Dezember 2025 in deren Haus in Brentwood erstochen zu haben. Nick war nur wenige Stunden nach der Entdeckung der Leichen von der Polizei in der Nähe der University of Southern California festgenommen worden. Ihm droht aufgrund der Anklage wegen Mordes ersten Grades unter "besonderen Umständen" entweder eine lebenslange Haftstrafe ohne Möglichkeit auf Bewährung oder die Todesstrafe. Wie schon bei seinem vorherigen Gerichtstermin im Januar saß er bei der Anhörung hinter einer Glasbarriere. Er wird derzeit ohne Möglichkeit auf Kaution in der Twin Towers Correctional Facility in Los Angeles festgehalten.

Rob und Michele wurden tot aufgefunden, nachdem eine Masseurin nicht durch das Tor des Anwesens gekommen war. Nicks Schwester Romy (28) und eine Freundin entdeckten die Leichen. Nick, der seit Jahren mit Drogen- und psychischen Problemen kämpft, hatte in den Wochen vor der Tat in einem Gästehaus auf dem Grundstück seiner Eltern gewohnt. Die Familie hatte ihn zwischen 2020 und 2021 unter gerichtlich genehmigte Vormundschaft gestellt. Laut Bezirksstaatsanwalt Nathan Hochman, der bereits im Januar verkündete, Nick werde "ohne jeden Zweifel" von einer Jury schuldig gesprochen werden, möchte die Staatsanwaltschaft mit der Familie sprechen, um deren Meinung zur Todesstrafe einzuholen. Quellen zufolge haben die Geschwister jedoch deutlich gemacht, dass sie diese Option ablehnen.

Rob Reiner und Nick Reiner beim Toronto International Film Festival 2015
Imago
Rob Reiner und Nick Reiner beim Toronto International Film Festival 2015
Rob Reiner und Michele Singer Reiner
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Rob Reiner und Michele Singer Reiner
Romy Reiner mit ihrem Bruder Nick Reiner
Instagram / michelereiner
Romy Reiner mit ihrem Bruder Nick Reiner