Sam Raimi wollte Venom eigentlich nicht in "Spider-Man 3"
Venom gehört zu den bekanntesten Gegenspielern von Spider-Man – doch der ikonische Symbiont wäre fast gar nicht im Abschlussfilm der "Spider-Man"-Trilogie von Regisseur Sam Raimi (66) gelandet. In "Spider-Man 3" aus dem Jahr 2007 kämpfte Peter Parker, gespielt von Tobey Maguire (50), gleich gegen drei Bösewichte: Sandman, den neuen grünen Kobold und eben Venom. Sam selbst war jedoch alles andere als begeistert davon, die Figur in den Film zu integrieren. "Ich habe Venom nicht wirklich gut verstanden. Die Figur lag mir einfach nicht am Herzen", sagte er dem Online-Magazin Uproxx.
Der Grund für Sams Zurückhaltung lag in seiner persönlichen Herangehensweise an die Charaktere. Er schätzte an Spider-Man vor allem die nachvollziehbaren, menschlichen Figuren. "Selbst wenn sie innerlich zerrissen sind, wie Norman Osborn, steckt trotzdem etwas Gutes in ihnen", erklärte er und betonte: "In Venom jedoch habe ich nicht genug Menschlichkeit erkannt, um mich mit ihm identifizieren zu können." Ursprünglich plante er daher, nur Sandman und den grünen Kobold als Antagonisten einzusetzen. Dass Venom letztlich doch dabei war, ist vor allem Produzent Avi Arad zu verdanken, der den Regisseur massiv unter Druck setzte. Gegenüber Collider erinnerte sich Sam an Arads Worte: "Sam, du achtest nicht genug auf die Fans. Sie lieben Venom, er ist ihr Favorit. Alle Spider-Man-Leser lieben Venom – baue Venom in den Film ein und höre jetzt auf die Fans." Da Avi damals als Marvel-CEO das Sagen hatte, fügte sich Sam schließlich.
"Spider-Man 3" spielte trotz der bis heute anhaltenden Kritik an seiner Überladenheit fast 890 Millionen Dollar (769.031.366 Euro) ein und damit mehr als die beiden Vorgänger. Sam war bereits in den Achtzigern als Filmemacher aktiv geworden und feierte mit dem Horrorfilm "Tanz der Teufel" seinen Durchbruch, bevor er mit der "Spider-Man"-Reihe zu einem der erfolgreichsten Blockbuster-Regisseure seiner Zeit aufstieg. Das Franchise rund um Venom entwickelte sich später in Sonys eigenem Spider-Man-Universum mit Tom Hardy (48) in der Hauptrolle weiter und erwies sich dort als kommerziell deutlich erfolgreicher als andere Ableger des Studios wie "Morbius" oder "Madame Web".










