Kultur der Gewalt: Paris Hilton will Horrorschule schließen
Paris Hilton (45) stellt sich einem besonders schmerzhaften Kapitel ihrer Vergangenheit: Die Reality-TV-Ikone ist in Provo im US-Bundesstaat Utah an ihre frühere Privatschule zurückgekehrt, an der sie eigenen Aussagen nach als Teenager schwere Gewalt erlebte. Anlass für die Rückkehr war der Wunsch betroffener Eltern, deren Kinder an der Schule jüngst ebenfalls schwer verletzt worden sein sollen. Aufnahmen, die unter anderem Fox News vorliegen, zeigen Paris vor dem Gebäude, ein Schild in der Hand mit der Aufschrift: "Ich bin eine Überlebende und ich werde für euch kämpfen." In einer Rede vor Ort forderte sie unmissverständlich die sofortige Schließung der Einrichtung.
"Dies ist keine Schule mit Problemen. Dies ist eine Schule, die selbst das Problem ist, denn hier existiert eine Kultur der Gewalt. Ich weiß, wie es sich anfühlt, hinter diesen Mauern gefangen zu sein", sagt sie. Paris schildert, sie sei während ihrer eigenen Zeit in Provo von Mitarbeitenden geschlagen, verletzt und von anderen Schülern isoliert worden. Lange habe sie sich ihren Eltern nicht anvertrauen können, weil sie große Angst gehabt habe und ihr eingeredet worden sei, niemand würde ihr glauben. Paris betont, dass es zwar inzwischen eine neue Leitung der Einrichtung gebe, die geschilderten Zustände und Verletzungen der Jugendlichen aber aus ihrer Sicht zeigten, dass sich an den grundlegenden Problemen nichts geändert habe.
Paris setzt sich bereits seit Jahren für strengere Regeln und mehr Transparenz in Einrichtungen für schwierige Jugendliche ein, arbeitet in den USA an Gesetzesinitiativen mit und tritt immer wieder öffentlich als Stimme von Gewaltopfern auf. Ihre Lobbyarbeit in Washington beschreibt sie seit Längerem als ihre wichtigste Aufgabe neben Karriere und Familie. Privat hat die Hotelerbin nach den traumatischen Erfahrungen in ihrer Jugend ihren Fokus stark auf Sicherheit und Schutz gelegt, vor allem seit sie selbst Mutter geworden ist. In Interviews erklärt Paris immer wieder, wie sehr sie ihre eigene Vergangenheit antreibt, Kinder vor ähnlichen Erlebnissen zu bewahren, und dass sie ihren Aktivismus als langfristige Mission versteht – ob auf der Straße vor ihrer alten Schule, bei Anhörungen im politischen Betrieb oder in Gesprächen mit Betroffenen und deren Familien.









