Postpartale Depression: Esther Sedlaczek dachte, sie stirbt
Esther Sedlaczek (40) hat sich erstmals offen über eine dramatische Nacht geäußert, die ihr Leben verändert hat. Gegenüber dem Magazin Spiegel schilderte die Sportmoderatorin, wie sie vor sechs Jahren mitten in der Nacht mit Luftnot und Taubheitsgefühlen aufwachte. In panischer Todesangst lief sie hinaus in den Regen. "Ich dachte, ich falle gleich um und muss sterben", erinnerte sie sich in dem Interview. Sie rief den Krankenwagen und wurde in die Notaufnahme gebracht. Heute ist Esther überzeugt: Hinter diesem Ausnahmeerlebnis steckte eine postpartale Depression.
Damals war ihre Tochter, ihr erstes Kind, gerade ein Jahr alt. Esther beschreibt, wie sie in dieser Phase versuchte, sowohl als Mutter als auch als Moderatorin stets perfekt zu sein – bis ihr Körper nicht mehr mitmachte. "Ich bin aus fast jeder Sendung mit dem Gefühl rausgegangen: Das ist nicht gut genug [...] Ich habe mich immer selbst fertiggemacht", resümierte sie. Nach der Nacht in der Notaufnahme hatte sie wochenlang Angst vor dem Einschlafen und vor erneuten Panikattacken. Als Konsequenz begann sie eine Therapie und integrierte Sport und Yoga in ihren Alltag. Rückblickend betont sie: "Ich musste lernen, dass es okay ist, einfach mal etwas für mich selbst zu tun." Inzwischen ist das Gefühl, nicht gut genug zu sein, nach eigenen Angaben komplett verschwunden.
Heute moderiert Esther gemeinsam mit Bastian Schweinsteiger (41) die Spiele der Fußballweltmeisterschaft – die beiden gelten als eines der beliebtesten Moderatorenduos. Seit Juli 2025 ist sie dreifache Mutter, und auch die Mutterschaft habe zu ihrer inneren Stabilität beigetragen. Esther berichtet, dass mit jedem weiteren Kind die alte Angst, nicht genug zu sein, weiter in den Hintergrund gerückt sei. Beruflich war die Moderatorin zuletzt für Sky tätig, bevor sie 2021 zu einem der Gesichter der ARD-"Sportschau" wurde.










