Taylor Sheridan erklärt: Darum verließ er "Sons of Anarchy"
Taylor Sheridan erklärt: Darum verließ er "Sons of Anarchy"Getty ImagesZur Bildergalerie

Taylor Sheridan erklärt: Darum verließ er "Sons of Anarchy"

- Mia Lada-Klein
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugen

Taylor Sheridan gehört heute zu den gefragtesten Serienmachern Hollywoods – doch lange Zeit war er schlicht ein Schauspieler unter vielen. Bekannt wurde der Regisseur und Autor vor allem durch sein Mammutprojekt "Yellowstone", doch bevor er hinter die Kamera wechselte, stand er selbst vor ihr. In der Talkshow "The Howard Stern Show" hat er jetzt offen darüber gesprochen, warum er seine Schauspielkarriere damals an den Nagel hängte und wie sein Ausstieg bei der FX-Serie "Sons of Anarchy" dabei eine entscheidende Rolle spielte.

In der Motorrad-Dramaserie spielte Taylor die Rolle des Deputy David Hale – ein fester Bestandteil der Besetzung, aber bei weitem nicht am oberen Ende der Gehaltsskala. Obwohl "Sons of Anarchy" ein großer Erfolg war, reichte sein Verdienst kaum aus, um die Miete zu bezahlen. "Ich habe das Set verlassen und bin zu meinem anderen Job gegangen, weil ich mit der Show nicht genug verdient habe, um meine Miete zu zahlen", schilderte er gegenüber Moderator Howard Stern. Nach der zweiten Staffel forderte er eine Gehaltserhöhung – nicht auf das Niveau der Hauptdarsteller Charlie Hunnam (46), Katey Sagal (72) oder Ron Perlman (76), sondern lediglich die 17.570 Euro, die andere wiederkehrende Nebendarsteller bekamen. Doch das Angebot, das er zurückbekam, war ein anderes: 13.177 Euro und eine Garantie von zehn Episoden. Sein Anwalt verhandelte, die Gegenseite blieb unnachgiebig. Deren Antwort war laut Taylor deutlich: "Er soll sich eine Kochshow auf YouTube suchen. Wir müssen ihn nicht bezahlen, denn es gibt 50 von dem Typen; ich kann ihn morgen neu besetzen." Für Taylor war damit klar: "Mein Geschäft respektierte mich nicht." Er verließ die Serie, seine Figur wurde in der Auftaktfolge der dritten Staffel im Jahr 2010 bei einem Drive-by erschossen.

Den Entschluss, die Schauspielerei hinter sich zu lassen, beschreibt Taylor als Wendepunkt – und letztlich als Glücksfall. "Nenn es Stolz, Ego oder Integrität, aber ich habe einfach erkannt, dass ich als Schauspieler in dieser Branche ausgereizt bin", sagte er zu Howard. Statt weiter auf Rollen zu warten, begann er selbst Geschichten zu schreiben. 2015 feierte er mit dem Oscar-nominierten Thriller "Sicario" seinen Durchbruch als Drehbuchautor. Wenig später folgte "Yellowstone", das Herzstück seines stetig wachsenden Serienimperiums. Inzwischen hat er neun Serien entwickelt und einen Entwicklungsdeal in Höhe von einer Milliarde Dollar mit NBCUniversal abgeschlossen. Vor die Kamera kehrt er übrigens gelegentlich zurück – allerdings nur in Projekten, bei denen er selbst die Dialoge schreibt, wie etwa bei "Yellowstone", "1883" und "Lioness".

Bei SiriusXM: Taylor Sheridan zu Gast in der "Howard Stern Show" in New York, 30. Juni 2026
Getty Images
Bei SiriusXM: Taylor Sheridan zu Gast in der "Howard Stern Show" in New York, 30. Juni 2026
Auf der Premiere von "1883" in Las Vegas: Taylor Sheridan spricht auf der Bühne
Getty Images
Auf der Premiere von "1883" in Las Vegas: Taylor Sheridan spricht auf der Bühne
Auf dem Stagecoach Festival 2023 spricht eine Person auf der Bühne
Getty Images
Auf dem Stagecoach Festival 2023 spricht eine Person auf der Bühne
Was sagt ihr zu Taylors SOA-Ausstieg wegen der Bezahlung?