Also doch: Uwe Bolls "Citizen Vigilante" bekommt FSK-Wertung
Uwe Bolls umstrittener Actionthriller "Citizen Vigilante" hat nach einem langen Tauziehen mit der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft nun doch eine Altersfreigabe bekommen. Die FSK erteilte dem Film eine Freigabe ab 18 Jahren – allerdings zunächst ausschließlich für die Auswertung im Kino. Zweimal hatte das Gremium zuvor laut kino.de ein Kennzeichen verweigert und dem Streifen schwere Jugendgefährdung, Verherrlichung von Selbstjustiz und Gewaltverherrlichung mit potenziell strafrechtlicher Relevanz attestiert. Hauptdarsteller des Films ist Armie Hammer (39), für den "Citizen Vigilante" ein Comeback vor der Kamera bedeutet.
Für eine spätere Veröffentlichung des Streifens auf Streaming-Plattformen oder im Heimkino muss der Schöpfer allerdings einen gesonderten Prüfprozess durchlaufen, da dort andere Jugendschutzbestimmungen gelten. Der Weg für einen Kinostart ist damit grundsätzlich frei, ein konkretes Datum steht jedoch noch aus. Ob sich alle Kinobetreiber bereit erklären, den Film tatsächlich zu zeigen, ist ebenfalls noch offen – ein Boykott mancher Häuser ist nicht ausgeschlossen. Immerhin ist "Citizen Vigilante" bei großen Ketten wie Cinestar, CinemaxX und UCI Kinowelt bereits im System gelistet. Uwe arbeite angeblich bereits an einer Fortsetzung.
Der Actionthriller sorgte zuletzt vor allem deshalb für Schlagzeilen, weil Tech-Milliardär Elon Musk (55) den Film auf seiner Plattform X für 48 Stunden kostenlos zugänglich machte. Regisseur Uwe Boll ist als Filmemacher vor allem für seine Videospielverfilmungen und Fantasy-Epen wie "Schwerter des Königs – Dungeon Siege" mit Jason Statham (58) bekannt geworden, die ihm in der Vergangenheit teils heftige Kritik einbrachten. In den vergangenen Jahren produziert er verstärkt Filme, die auf realen Ereignissen mit Konfliktpotenzial basieren.










