Nach WM-Aus: Enttäuschter Jude Bellingham teilt ein Gedicht
Nach dem bitteren WM-Halbfinalaus gegen Argentinien hat sich Jude Bellingham (23) nun auf Instagram zu Wort gemeldet – und dabei ein Gedicht geteilt, das ihn offenbar tief bewegt hat. Verfasst wurde es nicht von einem Dichter oder gar dem Fußballstar selbst, sondern von dem Busfahrer des englischen Teams. Das Gedicht trägt den Titel "The Lions Way", spielt auf den Spitznamen Three Lions der Nationalmannschaft an und blickt auf die vergangenen fünf Wochen zurück, in denen England seinen Weg durch die Weltmeisterschaft in den USA genommen hatte. Dazu schreibt der 23-Jährige: "Ich hatte wirklich Mühe, die richtigen Worte für gestern und die letzten Wochen zu finden, aber das hier trifft den Nagel auf den Kopf – von unserem Fahrer in Kansas."
Das Gedicht des Busfahrers, das Jude mit seinen Fans teilt, ist vier Seiten lang und handgeschrieben. Darin wird die tugendhafte englische Mannschaft beschrieben, die gekämpft und verloren hat, aber dennoch nicht aufgibt und nach einem höheren Ziel strebt. "Der Körper ermüdet, die Lungen werden eng, die Beine werden schwer im Kampf. Doch unerschütterliche Geister weigern sich, sich zurückzuziehen, sie raffen die Erschöpften wieder auf die Beine. [...] England trug drei strahlende Löwen und jagte nicht dem flüchtigen Glanz des Ruhmes nach. Stattdessen strebten sie nach einem edlen Ziel: sich vor den Augen der Menschen selbst zu meistern", heißt es in dem Gedicht.
Jude, der nach der Niederlage vor dem Finale sichtlich niedergeschlagen war, dankt in dem Statement den Fans, die viel Geld investiert haben, um ihrer Mannschaft hinterherzureisen und sie vor Ort zu unterstützen. Das Halbfinale in Miami hatte England mit 1:2 gegen Argentinien verloren. Anthony Gordon hatte die Three Lions in der 55. Minute in Führung gebracht, ehe Enzo Fernandez mit einem Weitschuss ausglich und Lautaro Martinez in der Nachspielzeit den Siegtreffer für die Südamerikaner erzielte. Trainer Thomas Tuchel (52) steht seither in der Kritik, weil er sein Team nach der Führung zu früh defensiv ausgerichtet haben soll, was Argentinien ermöglichte, den Druck zu erhöhen.












