

Erschossen und verbrannt: Journalist Luca Esposito ist tot
Der italienische Sportjournalist Luca Esposito ist tot. Feuerwehrleute entdeckten den 53-Jährigen am 19. Juli in der Nähe der süditalienischen Stadt Eboli in der Provinz Salerno. Die Einsatzkräfte waren ursprünglich ausgerückt, um einen Brand in dem Gebiet zu löschen, und stießen dabei auf menschliche Überreste, berichtet das italienische Blatt Avellino Today. Erst nach dem Eintreffen der Polizei gelang die Identifizierung des Opfers. Die Staatsanwaltschaft Salerno hat die Ermittlungen übernommen und prüft nun die Hintergründe des Verbrechens.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde Esposito zunächst erschossen, bevor sein Leichnam mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet wurde. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Körper in dem Waldbrandgebiet abgelegt wurde, um die Tat zu verschleiern. In der Nähe des Fundortes entdeckten sie außerdem sein Auto sowie mehrere Patronenhülsen. Zuletzt gesehen worden war der Journalist am Abend des 17. Juli – danach war er nicht mehr erreichbar und erschien nicht zu einem verabredeten Treffen. Einen Zusammenhang zur organisierten Kriminalität schließen die Ermittler nach aktuellem Stand aus. Sowohl der Internationale Journalistenverband als auch der Europäische Journalistenverband fordern von den italienischen Behörden nun eine umfassende Untersuchung – und verlangen ausdrücklich, dass auch ein möglicher Zusammenhang zwischen der Tat und Espositos journalistischer Arbeit geprüft wird.
Luca Esposito war vor allem im Bereich des lokalen Fußballs tätig und berichtete regelmäßig über Vereine aus der Region. Er war dabei für seine kritische Berichterstattung bekannt, die laut Avellino Today in der Vergangenheit immer wieder für Spannungen mit Fans und Anhängern der Mannschaften gesorgt hatte, über die er schrieb. Die Hintergründe des Verbrechens sind bislang ungeklärt, die Ermittlungen dauern an.






