Netz feiert's: Marvin Wildhage deckt Med-Influencer-Lüge auf
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Netz feiert's: Marvin Wildhage deckt Med-Influencer-Lüge auf

- Theresa Neureuter
Lesezeit: 2 min
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Schon wieder hat Marvin Wildhage (30) die Influencer-Welt auf die Probe gestellt – und der Social-Media-Star aus Berlin hat dabei offenbar erschreckend leichtes Spiel gehabt. Für sein neues YouTube-Video erfand der Comedian kurzerhand eine Krankheit, bei der die Nase anschwillt, und gründete dazu ein komplettes Schein-Pharmaunternehmen. Der Name der fiktiven Firmenleiterin lautete "Dr. Geppetto" – eine klare Anspielung auf die Pinocchio-Geschichte, genau wie das Symptom der wachsenden Nase. Auf der eigens erstellten Website des Unternehmens versteckte er zudem deutliche Hinweise darauf, dass es sich um einen Prank handelt. Trotzdem fand er problemlos Influencer, die bereit waren, für seine erfundene Kampagne zu werben.

Besonders brisant: Die frisch approbierte Ärztin Alina Walbrun veröffentlichte tatsächlich Werbung für die frei erfundene Erkrankung – und behauptete sogar, die Krankheit bereits während ihres Studiums behandelt zu haben. Damit nicht genug: Sie erfand zusätzliche Symptome, die nicht einmal im Briefing der Kampagne standen. Wildhage nutzte sein Experiment, um auf eine in der Pharma-Branche gängige Praxis aufmerksam zu machen – die sogenannten Disease Awareness Kampagnen. Dabei wird laut dem YouTuber zunächst Angst vor einer Krankheit geschürt, um anschließend das passende Mittel dagegen zu verkaufen: "Also erstmal Angst machen und dann die passende Lösung dafür verkaufen", formuliert er es in seinem Video.

In seinem Video betont Marvin ausdrücklich, dass ein einzelner Fall nicht die gesamte Medizin-Influencer-Szene in Misskredit bringen solle. Wer jedoch medizinische Inhalte verbreite, trage nicht nur Verantwortung für Klicks und Umsätze, sondern "möglicherweise auch für die Gesundheit ihrer Follower". Alina selbst meldete sich mittlerweile in ihrer Instagram-Story zu Wort und sagte dort: "Ich möchte Stellung nehmen, nicht, um mich rauszureden, sondern weil ich es der Sache und euch schuldig bin." Dann gestand sie: "Was soll ich sagen? Ich bin drauf reingefallen." Dass Marvin mit verdeckten Experimenten auf fragwürdige Praktiken in der Influencer-Welt aufmerksam macht, ist nichts Neues. Mit seinem Ansatz, Missstände durch gezielte Aktionen sichtbar zu machen, hat sich der Berliner als einer der bekanntesten investigativen Contentersteller im deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht.

Marvin Wildhage beim VideoDays Festival 2022 in Köln, Halle Tor 2
Imago
Marvin Wildhage beim VideoDays Festival 2022 in Köln, Halle Tor 2
Eine Szene aus "Pinocchio"
Eine Szene aus "Pinocchio"
YouTuber Marvin Wildhage, Juni 2025
Instagram / marvin.wildhage
YouTuber Marvin Wildhage, Juni 2025
Wie findet ihr Marvins Fake-Pharma-Prank – geniale Aufklärung oder zu derb?