Krass: Händler bietet nur acht Euro bei "Bares für Rares"
Das hatten sich Jochen Jahn und seine Frau Christine Selleng-Jahn ganz anders vorgestellt: Mit einem edlen Schreibtischset samt zweier Bronzen – einer Hermes-Figur und einem Windhund – stellten sie sich bei Bares für Rares vor und hofften auf satte 500 Euro. Nachdem der Experte die Stücke sogar auf bis zu 700 Euro geschätzt hatte, schien der Traum vom Wunschpreis zum Greifen nah. Mit der begehrten Händlerkarte in der Hand ging es für das Paar in den Händlerraum, wo auch Show-Urgestein Walter Lehnertz (59) wartete. Doch ausgerechnet der Kulttrödler sorgte dann für einen echten Affront – und schockte alle mit einem Mini-Gebot von nur acht Euro für das komplette Set.
Im Händlerraum machte Walter mit seinem legendären Einstieg von 80 Euro diesmal kurzen Prozess – und drehte die Zahl einfach radikal nach unten. Mit seinem spöttisch wirkenden Acht-Euro-Gebot signalisierte der Händler deutlich sein Desinteresse an den Bronzen. Die übrigen Händler wollten den Auftritt des "80-Euro-Manns" jedoch nicht stehen lassen und glichen die Situation schnell aus. Vor allem Fabian Kahl (34) und Julian Schmitz-Avila (39) stiegen mit ernsthaften Angeboten ein und trieben den Preis Schritt für Schritt nach oben. Am Ende erreichten sie genau den Betrag, den sich Jochen und Christine erhofft hatten: 500 Euro. Den Zuschlag sicherte sich schließlich Fabian, der das Schreibtischset für diese Summe mitnahm und damit den Tag für das Verkäuferpaar doch noch zu einem Erfolg machte.
Doch nicht alle Verkäufer waren so erfolgreich. Erst vor einer Woche platzte bei "Bares für Rares" der Traum von Jan Philipp Than: Der Trockenbaumonteur aus Castrop-Rauxel brachte eine geerbte Kette mit Medaillon mit und lieferte gleich eine spektakuläre Familiengeschichte dazu. Das Schmuckstück hatte einst seiner Urgroßtante in Russland gehört und war später als Schmuggelware nach Deutschland gekommen, versteckt in einer Buchbinde. Doch so abenteuerlich die Herkunft auch war, im Studio zählte am Ende vor allem der Marktwert. Expertin Wendela Horz blieb bei ihrer Einschätzung und taxierte die Kette auf 1.000 bis 1.200 Euro. Für Jan Philipp war das zu wenig, denn sein Wunschpreis lag deutlich höher. Also lehnte er die Händlerkarte ab und ging ohne Verhandlung wieder nach Hause. Besonders bitter: Mit dem Erlös wollte er eigentlich eine Hochzeitsreise finanzieren, doch aus dem Plan wurde nichts.








