Darum übernahm Sylvester Stallone selbst Regie bei "Rocky 2"
Sylvester Stallone (80) erlebt gerade neuen Wirbel um seine berühmteste Rolle: Rund um das kommende Biopic "I Play Rocky" ist das Interesse an dem Hollywoodstar wieder groß. In dem Film, für den Peter Farrelly verantwortlich ist, verkörpert Anthony Ippolito (26) den jungen Sylvester und erzählt den schweren Weg des Schauspielers bis zu seinem Durchbruch mit "Rocky". Jetzt sorgt aber auch eine frühere Geschichte aus Stallones Karriere für Aufsehen: Wie er im Podcast "Inspire Me" erzählte, musste er bei "Rocky 2" am Ende selbst auf dem Regiestuhl Platz nehmen, weil sich damals offenbar niemand sonst an das Projekt wagen wollte. Damit rückt nicht nur der Kultfilm selbst, sondern auch das Drama hinter den Kulissen erneut in den Fokus.
Besonders brisant war die Situation, weil Sylvester zu dieser Zeit unter starkem Druck stand. Nach dem riesigen Erfolg von "Rocky" lief eben nicht alles rund: "F.I.S.T. – Ein Mann geht seinen Weg" blieb hinter den Erwartungen zurück und auch sein Regiedebüt konnte nicht überzeugen. Als es dann mit "Rocky 2" weitergehen sollte, war der ursprüngliche Regisseur John G. Avildsen nicht verfügbar. Im Podcast "Inspire Me" erinnerte sich Sylvester daran: "Am Ende musste ich selbst die Regie übernehmen; nicht, weil ich es wollte, sondern weil niemand die Regie übernehmen wollte." Das Studio war davon zunächst nicht begeistert. Unterstützung bekam der Schauspieler aber von den Produzenten Irwin Winkler und Robert Chartoff. Über diese Entscheidung sagte er in dem Podcast außerdem: "Sie fragten: 'Was denkst du?' Ich antwortete: 'Ich will es wagen, sicher.'"
Dass Sylvester so an "Rocky" festhielt, passt zu seiner Geschichte mit der Filmfigur. Der Schauspieler hatte sich den Boxer einst selbst auf den Leib geschrieben und damit den Grundstein für seine Karriere gelegt. Auch bei "Rocky 2" wollte er laut "Inspire Me" darauf achten, dass beide Filme stilistisch eng zusammengehören. "Das ist der Grund, warum 'Rocky' und 'Rocky 2' so einen ähnlichen Stil haben; ich wollte, dass sie ineinander übergehen", erklärte er dort. Der Einsatz zahlte sich aus: "Rocky 2" spielte weltweit rund 200 Millionen US-Dollar ein und machte Sylvester endgültig zu einem der großen Kinostars seiner Zeit. Auch deshalb schauen viele Fans jetzt mit umso mehr Spannung auf "I Play Rocky", das die Anfänge dieser außergewöhnlichen Laufbahn erneut beleuchtet.










