Netflix-Doku enthüllt neue Abgründe rund um Michael Jackson

Netflix-Doku enthüllt neue Abgründe rund um Michael Jackson

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 2 min
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Netflix rollt den wohl bekanntesten Missbrauchsprozess der Popgeschichte neu auf: Die dreiteilige Dokuserie "Michael Jackson: Das Urteil" beleuchtet den Gerichtsprozess aus dem Jahr 2005, bei dem Michael Jackson (†50) vorgeworfen wurde, den damals 13-jährigen Gavin Arvizo auf seiner Neverland Ranch in Kalifornien missbraucht zu haben. In der Doku kommen Staatsanwälte, Verteidiger, Journalisten und Geschworene zu Wort. Regisseur Nick Green erklärte gegenüber Netflix Tudum, es sei nun an der Zeit gewesen, den Prozess und die offenen Fragen, die er hinterlassen habe, erneut zu beleuchten. Auch Produzentin Fiona Stourton betonte, die Dokumentation biete einen einzigartigen Einblick in ein weitgehend privates Ereignis.

Die Doku wartet mit einigen verstörenden Details auf. Insbesondere die Aussage des ehemaligen Krisenberaters Vincent Amen sorgt für Aufsehen. Dieser berichtet in der Doku, Jackson habe Jungen mit derben Spitznamen versehen. Amen zufolge existieren Polaroid-Fotos von Gavins Familie, die auf Neverland aufgenommen wurden – auf einem davon soll eine handgeschriebene Notiz zu sehen sein: "Ich liebe dich, mein Vater Michael. Dein Sohn, Blowhole." Außerdem schildert Jacksons Verteidiger Mark Geragos (68) den Drogenkonsum des Musikers nach dessen Verhaftung als "astronomisch". Er habe ihn in Embryonalstellung vorgefunden und sich gefragt, ob Michael den Prozess überhaupt durchstehen könne. Kurios mutet hingegen eine andere Begebenheit an: Geschworene sollen während der Verhandlung zu Jacksons Musik mitgewippt haben, wie Biograf J. Randy Taraborrelli schildert.

Der Prozess endete 2005 mit einem Freispruch in allen Anklagepunkten. Das Interesse an dem Fall aber blieb – besonders nach Jacksons Tod im Jahr 2009. "Michael Jackson: Das Urteil" erscheint kurz nach dem Kinostart des Michael-Jackson-Biopics, das von Antoine Fuqua (60) inszeniert wurde und die Missbrauchsvorwürfe ausgeklammert hatte. Nun greift die neue Dokuserie genau diese Thematik und die offenen Fragen auf. Die dreiteilige Doku ist seit dem 3. Juni auf Netflix abrufbar.

Michael Jackson, Sänger
Getty Images
Michael Jackson, Sänger
Michael Jackson, 2005
Getty Images
Michael Jackson, 2005
Michael Jackson im Jahr 1996
Getty Images
Michael Jackson im Jahr 1996
Findet ihr es richtig, dass die Doku den Freispruch von 2005 kritisch beleuchtet?