Dämpfer für Nolan: "Michael" überholt Kino-Hit "Oppenheimer"
Das Michael Jackson (†50)-Biopic "Michael" hat Christopher Nolans (55) "Oppenheimer" als erfolgreichstes Biopic aller Zeiten überholt. Laut dem Marktanalyse-Portal Box Office Mojo spielte "Michael" weltweit mittlerweile rund 858 Millionen Euro ein – und ließ damit Christophers dreistündiges Meisterwerk, das stolze 856 Millionen Euro eingespielt hatte, hinter sich. Damit sichert sich der Film, der in Deutschland am 22. April in die Kinos kam, einen historischen Platz in der Filmgeschichte. Und das nach nur wenigen Monaten Laufzeit.
Mit seinem Einspielergebnis schlägt "Michael" nicht nur "Oppenheimer", sondern auch "Bohemian Rhapsody" – das Biopic über Freddie Mercury (†45), das mit rund 800 Millionen Euro bis zuletzt als erfolgreichstes Musikbiopic aller Zeiten gegolten hatte. Für das Filmstudio Lionsgate ist "Michael" obendrein der erfolgreichste Film der gesamten Studiogeschichte. Diesen Titel hielt zuvor "Die Tribute von Panem – Catching Fire". "Michael" erzählt vor allem von der frühen Karriere von Michael, von den Anfängen bis zu den großen Solo-Erfolgen. Das Publikum feiert laut Kino.de vor allem die aufwendig nachgestellten Bühnenshows und Musikvideos, die den Aufstieg des Sängers nachzeichnen. Der Film profitiert laut Branchenberichten stark von Mundpropaganda und von Fans, die mehr als einmal ins Kino gehen, um das Biopic auf der großen Leinwand zu erleben.
Trotz des enormen Erfolgs bleibt "Michael" aber auch nicht ohne Kritik. Mehrere US- und britische Medien heben hervor, dass der Film die später erhobenen Kindesmissbrauchsvorwürfe gegen Michael komplett ausblendet und sich auf den künstlerischen Aufstieg konzentriert. Kritiker bemängeln, das Biopic zeichne damit ein sehr einseitiges Bild des Stars. Rund um das Projekt kursieren inzwischen Gerüchte, Lionsgate plane bereits ein Sequel, in dem diese dunkleren Kapitel im Leben des Sängers aufgegriffen werden könnten.













