"Star Wars"-Star Ahmed Best litt unter Jar-Jar-Binks-Hass
Ahmed Best (52) spricht offen über die dunkelste Zeit seines Lebens: Der Schauspieler, der in der Star Wars-Prequel-Trilogie die Rolle des Gungans Jar Jar Binks spielte, berichtet jetzt im Podcast "The Redemption of Jar Jar Binks" von den dramatischen Folgen des Fan-Hasses. Nachdem "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" 1999 in die Kinos kam, wurde die von ihm verkörperte Figur schnell zum Blitzableiter für Frust und Spott im Netz. Webseiten wie "JarJarSucks" verspotteten Jar Jar gezielt, später landete sogar Ahmeds private Telefonnummer im Internet – mit der Folge, dass Drohungen auf seinem Anrufbeantworter eintrafen. Der Star erzählte, wie ihn diese Welle aus Hass, Spott und Rassismus an den Rand der Verzweiflung und fast in den Suizid trieb.
"Es war schrecklich. An so einem Tiefpunkt war ich noch nie", sagte er im Podcast. Besonders schwer trafen ihn Vorwürfe von Filmkritikern, mit Jar Jar Binks sei eine rassistisch stereotype Figur erschaffen worden – ein Vorwurf, der den Schauspieler als jemanden, der stolz auf seine Herkunft ist und sich offen gegen Rassismus einsetzt, zutiefst verletzte. Diese Verzweiflung führte ihn schließlich an den Rand der Brooklyn Bridge, wo er mit dem Gedanken rang, sein Leben zu beenden. Ein plötzlicher Windstoß, der ihn fast von der Brücke stieß, brachte ihn zur Besinnung. Mit den Jahren wandte sich für Ahmed wieder das Blatt. Zunächst kehrte er mit der Kinder-Gameshow "Star Wars: Jedi Temple Challenge" ins Franchise zurück und schlüpfte dort in die Rolle des Jedi-Meisters Kelleran Beq. Später ließ Showrunner Jon Favreau (59) ihn in der dritten Staffel der Hitserie "The Mandalorian" wieder auftauchen.
Auch privat hat der Schauspieler einen wichtigen Halt gefunden: Im Podcast erzählt er, sein Sohn sei für ihn das größte Geschenk und der Grund, warum er weiterleben wolle. Obwohl die Figur Jar Jar Binks von Fans verspottet wurde, gilt sie als Meilenstein der Filmgeschichte, da es sich um die erste vollständig computeranimierte Figur handelte, die in einem Realfilm nahtlos mit echten Schauspielern und physischen Requisiten interagierte. Mit seinen schlechten Erfahrungen ist Ahmed jedoch nicht allein: Auch andere "Star Wars"-Stars berichteten zuletzt über bittere Erfahrungen rund um die Kult-Saga.










