Nolans "Die Odyssee" läuft nur in 15 deutschen IMAX-Kinos
Christopher Nolans (55) lang erwartetes Epos Die Odyssee ist seit dem 16. Juli endlich in den deutschen Kinos zu sehen. Der Regisseur hat für die Adaption von Homers antikem Werk erneut auf IMAX gesetzt – und noch einen Schritt weiter gedacht: "Die Odyssee" ist der erste Film der Kinogeschichte, der ausschließlich mit speziell für den Streifen entwickelten IMAX-Kameras gedreht wurde. Damit setzt der britische Filmemacher die Messlatte erneut höher. Wer das Werk in seiner vollen Pracht erleben möchte, muss in Deutschland allerdings eine Besonderheit in Kauf nehmen, berichtet kino.de.
In ganz Deutschland gibt es nur 15 IMAX-Kinos, darunter Standorte in Hamburg, Berlin, Frankfurt am Main und Düsseldorf. Doch selbst dort bekommt man nicht das vollständige Bild zu sehen, das Nolan bei den Dreharbeiten aufnahm. Für eine originalgetreue Wiedergabe wird ein analoger 70mm-IMAX-Projektor benötigt, der das komplette 1,43:1-Bildformat auf die Leinwand bringt. Lediglich die IMAX-Säle in Karlsruhe und Sinsheim können das volle 1,43:1-Bild abbilden – allerdings nur digital, nicht analog. Wer das Werk so erleben möchte, wie Nolan es intendiert hat, muss ins Ausland reisen: Entsprechende Kinos gibt es in Prag, London, Manchester, Montpellier und Brüssel.
Dass solche technischen Voraussetzungen so selten zu finden sind, hat laut Variety mehrere Gründe. IMAX erklärte, dass viele der notwendigen Ersatzteile für die speziellen Filmprojektoren schlicht nicht mehr produziert werden – der Wechsel Hollywoods vom analogen Film zur digitalen Projektion in den späten 2000er Jahren machte sie überflüssig. Hinzu kommt, dass viele Kinos schlicht nicht die räumlichen Kapazitäten für die riesige 1,43:1-Leinwand haben und die Umbaukosten enorm sind. Für Nolan ist es bereits das zweite Mal, dass er IMAX in großem Stil einsetzt: Schon bei seinem vorherigen Film "Oppenheimer" nutzte er größtenteils eine IMAX-Kamera.











