Prinz Philip spottete über Charles' Bio-Landwirtschaft
König Charles (77) ist seit Jahrzehnten ein leidenschaftlicher Verfechter des Bio-Landbaus – und zog sich damit sogar im eigenen Familienkreis Spott zu. Wie sich Darren McGrady, ehemaliger Chefkoch der Queen, jetzt erinnert, sorgte diese Überzeugung einst für einen kleinen Eklat bei den königlichen Weihnachtsfeierlichkeiten in Sandringham. Neben dem traditionellen Harrods-Geschenkkorb, auf den das Königshaus alljährlich wartete, tauchte plötzlich ein zweiter auf – gefüllt mit Bio-Produkten vom damaligen Prinzen von Wales, der die Erzeugnisse seines Highgrove-Guts mitschickte. Für Prinz Philip (†99) war das offenbar eine Überraschung zu viel.
Als der damalige Herzog von Edinburgh fragte, was es mit dem zweiten Korb auf sich habe, klärte ihn McGrady auf. Der Koch berichtete gegenüber Mail on Sunday: "'Es ist vom Prinzen von Wales', sagte ich. 'Es ist sein Bio-Essen.' Philip verdrehte die Augen. 'Verdammtes Bio', murmelte er und stapfte davon." Der Chefkoch hatte zuvor die freudige Erwartung rund um den Harrods-Korb beschrieben, der damals jedes Jahr zu Weihnachten als Dankeschön für die Treue der Royals ankam und Köstlichkeiten wie Stilton-Käse und Foie-gras-Pastete enthielt.
Philips Skepsis gegenüber Bio-Landwirtschaft war kein Geheimnis. In der ITV-Dokumentation "The Duke: A Portrait of Prince Philip" äußerte er Zweifel, ob die Methode wirklich so nützlich sei, wie sie klinge. Stattdessen sprach er sich – gemeinsam mit Prinzessin Anne (75) – für gentechnisch veränderte Nutzpflanzen aus. Anne betonte gegenüber dem Magazin The Grocer, es sei "eine enorme Vereinfachung zu sagen, dass die gesamte Landwirtschaft biologisch sein sollte oder dass es keine gentechnisch veränderten Lebensmittel geben darf". Dennoch legte Philip offenbar keinen Widerspruch ein, als Charles im Jahr 2017 die Bewirtschaftung von Sandringham übernahm und dort kurzerhand auf vollständig biologischen Anbau umstellte.









