Nach Tod: So möchte Mike Tyson in Erinnerung gehalten werden
Jahrelang winkte Mike Tyson (60) bei dem Thema Vermächtnis ab – doch nun hat er eine andere Sichtweise darauf. In einem Gespräch mit TMZ hat der Boxstar jetzt verraten, wie er nach seinem Tod in Erinnerung gehalten werden möchte. Und das hat überraschend wenig mit seiner Zeit im Ring zu tun. Stattdessen dreht sich alles um sein zweites "Mike Tyson Invitational", ein Amateurboxturnier, das am 25. Juli im Casino SAHARA in Las Vegas stattfand. Dort bekamen hunderte junge Nachwuchskämpfer die Möglichkeit, ihr Können vor Trainern, Scouts und Iron Mike selbst zu zeigen.
Die Resonanz auf die zweite Auflage des Events scheint den Boxer regelrecht überwältigt zu haben: "Hör mal, du wirst nicht glauben, wie viele sich dieses Mal angemeldet haben. 350 Kinder in nur ein paar Stunden", erzählte der Boxer und wurde etwas emotional. "Das hat mich sehr geehrt und ich war zutiefst dankbar dafür. Ich möchte dem Amateurboxsport helfen. Ich möchte, dass er wieder das Niveau erreicht, das er hatte, als ich noch Amateurboxer war", erklärte er. Die erste Veranstaltung im März war bereits ein Erfolg, und laut Mike sollte das zweite Event noch größer und besser werden. Sein Ziel geht dabei weit über einzelne Events hinaus: "Ich möchte weitermachen, auch wenn ich nicht mehr da bin. Das wäre mein Vermächtnis. Da die Leute so viel Aufriss um das Thema Vermächtnis machen, wäre das meins."
Dass dem Sportler das Wohl des Nachwuchses so am Herzen liegt, hat einen persönlichen Hintergrund. Mike selbst war in den frühen 1980er-Jahren Amateurboxer und erlebte die Hochzeit des Sports aus erster Hand. Heute sieht er die Sportart in der Krise – und fürchtet, dass Boxen sogar aus dem olympischen Programm gestrichen werden könnte. Um dem entgegenzuwirken, setzt er nun auf Nachwuchsförderung, anstatt sein eigenes Talent ins Rampenlicht zu rücken. Passend dazu gab es schon vor einiger Zeit weitere Pläne rund um Mike Tyson. Damals wurde bekannt, dass Netflix eine dreiteilige Doku-Serie über ihn entwickeln will. Laut Deadline sollte die Reihe sein Leben, vor allem abseits des Boxrings, nachzeichnen.










