Nach 28 Jahren Sucht spricht DJ Fat Tony so offen wie nie
28 Jahre lang kämpfte DJ Fat Tony gegen seine Sucht – und verlor dabei fast alles. Der britische DJ und Autor blickt jetzt, mit 60 Jahren und seit zwei Jahrzehnten clean, in einem Interview mit dem Magazin Mirror offen auf seine dunkelsten Zeiten zurück. Damals hatte er insgesamt rund eine Million Pfund für Drogen verprasst, wurde zum Crystal-Meth-Junkie und verlor dabei sogar seine Zähne. Den ersten Zug Kokain hatte ihm einst niemand Geringeres als Freddie Mercury (†45) gegeben. Tony, mit bürgerlichem Namen Marnoch, beschreibt seine Suchtjahre als hartes Arbeitslager: "Kokain bringt dich in Party-Stimmung, aber nicht wirklich auf die Party – das war ich. Ich war DJ, also konnte ich Geld verdienen. Dann habe ich es alles für Drogen ausgegeben."
Trotz allem bereut Tony seine Vergangenheit nicht. "Ich könnte einfach sagen, 'ich würde keine Drogen nehmen' oder 'ich würde nicht trinken', aber all diese Faktoren haben mich zum glücklichsten Ort in meinem Leben gebracht", sagt er gegenüber Mirror. Heute ist er verheiratet – im Mai 2025 gab er mit seinem Mann Stavros Agapiou in einer glamourösen Londoner Zeremonie das Ja-Wort. Außerdem erschien nun sein Buch "Recover Me: A User's Guide to Overcoming Addiction and Insanity" – ein persönlicher Ratgeber über seinen langen Weg aus der Abhängigkeit. Doch Tony warnt: Eine Sucht kann sich in eine andere verwandeln. Seine neue Leidenschaft ist das Shoppen – und die ist inzwischen so überwältigend, dass er sein eigenes Zuhause kaum noch betreten kann, weil es so voll mit Kleidung ist.
Mit seiner Shoppingleidenschaft steht Tony nicht allein da. Sein Freund Sir Elton John (79) soll laut Tony einmal 40.000 Paar Schuhe besessen und sieben Häuser voller Klamotten gehabt haben. Auch Supermodel Naomi Campbell (56), die selbst offen über ihre Suchtgeschichte spricht, ist eine enge Vertraute. Tony, der gemeinsam mit seinem alten Weggefährten Fatboy Slim (63) – ebenfalls seit 17 Jahren clean – in diesem Sommer auf dem Camp Bestival in Dorset auftreten wird, setzt sich zudem für den Schutz der britischen Clubkultur ein. Für ihn sind Clubs und Festivals Orte kultureller Geschichte, an denen Menschen sich treffen, verlieben und ihr Leben verändern.








