Drake sagt Grammys ab und schweigt zu seinem Rückzug
Bei den Grammy Awards 2027 müssen die Fans wohl auf zwei der absoluten Megastars der Musikwelt verzichten. Drake (39) hat sich überraschend aus dem Rennen um die begehrten Musikpreise zurückgezogen – und folgt damit dem Beispiel von BTS, die diesen Schritt schon im Juli angekündigt hatten. Wie das Fachmagazin Billboard berichtet, hat der Rapper keines seiner drei Alben aus dem Jahr 2026 bei der Recording Academy für eine Nominierung eingereicht. Weder "Iceman" noch "Maid of Honor" oder "Habibti" wurden demnach angemeldet, auch keine einzelnen Songs aus den Werken. Damit verzichten sowohl der kanadische Musiker als auch die sieben Mitglieder der südkoreanischen K-Pop-Gruppe auf mögliche Nominierungen für die Preisverleihung, die am 7. Februar 2027 stattfinden soll. Die Beweggründe der beiden Seiten unterscheiden sich allerdings deutlich: Während BTS ihre Entscheidung öffentlich erklärten, hat sich Drake bislang nicht offiziell dazu geäußert.
Eine formelle Begründung für seinen Rückzug gibt es vom Musiker also nicht – einen Hinweis lieferte er aber selbst. Auf "Make Them Know", dem letzten Song seines Albums "Iceman", rappt er: "Dieses Album werde ich niemals einreichen." Neu ist dieses Vorgehen für ihn ohnehin nicht. Bereits bei "More Life", "Certified Lover Boy" und "Honestly, Nevermind" hatte er seine Bewerbung bei der Recording Academy wieder zurückgezogen. Dem Ganzen ging ein überaus turbulentes Kapitel voraus, das maßgeblich von Kendrick Lamars (39) Disstrack "Not Like Us" geprägt war – der Hymne, die die Grammy-Verleihung 2025 absolut beherrscht hatte. Gleichzeitig befindet sich Drake nach wie vor im Clinch mit dem Musiklabel UMG. Er wirft dem Konzern vor, einen Song aktiv gefördert zu haben, der ihn nach seiner Auffassung böswillig verleumdet.
Die K-Pop-Giganten von BTS hatten ihren Boykott bereits am 29. Juli 2026 über die Social-Media-Kanäle aller sieben Mitglieder publik gemacht und reichten für die 69. Grammy Awards keinerlei Musik ein. Stein des Anstoßes ist die neu eingeführte Kategorie "Asian Pop": Die Band kritisiert vehement die Bedingung, dass nominierte Songs eine asiatische Sprache in erheblichem Maße nutzen müssen. Nach Auffassung der Musiker grenzt diese Vorschrift Künstler unnötig ein, anstatt deren Werke losgelöst von Herkunft und Sprache zu würdigen. Konkret bedeutet das: Der englischsprachige Hit "Swim" wäre trotz Platz eins in den USA in der neuen Kategorie gar nicht zugelassen gewesen – zugleich galt der Song als möglicher Kandidat für den Song des Jahres. Recording-Academy-Chef Harvey Mason Jr. (58) räumte nach Gesprächen mit betroffenen Musikern ein, dass die Kategorie nicht so aufgenommen worden sei, wie beabsichtigt. Ziel sei eine breitere Anerkennung und keine Spaltung. Man wolle dafür sorgen, dass sich Künstler "wirklich gesehen und gehört fühlen".



























