Neue Doku: No Angels sprechen über Schattenseiten des Ruhms

Neue Doku: No Angels sprechen über Schattenseiten des Ruhms

- Melina Becker
Lesezeit: 3 min
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Die No Angels öffnen sich wie nie zuvor: In der dreiteiligen Dokuserie "No Angels - Das sind wir" sprechen Nadja Benaissa (44), Lucy Diakovska (50), Sandy Mölling (45) und Jessica Wahls (49) über die Schattenseiten ihres frühen Ruhms. Ein Kamerateam hat die vier Sängerinnen ein Jahr lang auf ihrem Weg zum 25-jährigen Bandjubiläum begleitet, wie RTL berichtet. Alle Episoden stehen ab sofort in der ARD Mediathek zum Streamen bereit, während der erste Teil am 17. Oktober 2026 um 23:55 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird. Besonders ehrlich und ungeschönt erinnert sich Nadja dabei an ihre eigene Jugend, die von schweren Traumata und Suchtproblemen überschattet war. "Ich bin mit 12 Jahren drogensüchtig geworden, war mit 14 Jahren auf der Straße, mit 16 schwanger und mit 18 bei Popstars. Ich war komplett traumatisiert", erzählt sie in der Doku. Bereits mit 16 Jahren habe sie zudem von ihrer HIV-Infektion erfahren. Aufgearbeitet wird auch der damalige Umgang der Band mit Jessicas Schwangerschaft – bei einem Treffen kommt es nach 23 Jahren zu einer tränenreichen Entschuldigung bei der Sängerin.

Jessica selbst blickt in der Reihe selbstkritisch auf ihre Rolle in der Girlgroup zurück. "Ich war, was Talent und Technik angeht, einfach die Schlechteste von allen. Und ich hatte eine Ersatzfunktion vom Aussehen her, falls es mit Nadja und dem Kind nicht gut funktioniert", sagt sie. Als Jessica damals schwanger wurde, rieten ihr Nadja, Vanessa Petruo (46) und Lucy wegen des enormen Drucks von außen, bei den No Angels auszusteigen. Nadja gibt in der Dokumentation offen zu, dass sie ihre eigenen harten Erfahrungen als junge Mutter in der Musikbranche einfach auf Jessica projiziert hat. Später geriet Nadja selbst in die Schlagzeilen: Sie wurde 2010 wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, weil sie einen Ex-Partner mit HIV angesteckt hatte. Kurz nach dem Urteil kehrte sie der Band den Rücken. Heute nimmt sie täglich eine Tablette und kann nach eigener Aussage dank der Therapie ein normales Leben führen. Seit acht Jahren ist sie clean: "Eigentlich hat mein Leben jetzt erst begonnen, habe ich das Gefühl."

Schon bei "Promi Big Brother" hatte Nadja klargestellt, dass Jessica die Band 2003 nicht freiwillig verlassen habe. Vielmehr habe das damalige Management sie wegen ihrer Schwangerschaft aus der Gruppe gedrängt. Gleichzeitig übernahm sie Verantwortung dafür, dass Jessica von den übrigen Sängerinnen nicht genügend Rückhalt bekommen hatte. Kurz nach dem Ausstieg trennten sich die No Angels. Lucy erinnert sich in der Doku an diese Phase mit den Worten: "Diese Zeit war emotional so hässlich." Erst nach dem tragischen Verlust von Lucys Mutter im Jahr 2020 näherten sich Nadja, Lucy, Sandy und Jessica wieder an. Vanessa, die beim großen PopstarsGewinn im Jahr 2000 noch fest zum Team gehörte, taucht in den neuen Folgen ausschließlich in alten Archivaufnahmen auf. Was genau die verbliebenen vier Frauen heute zusammenschweißt, kann Lucy selbst gar nicht so richtig beschreiben. Eines weiß sie aber sicher: "Es waren mit Sicherheit nicht die Verträge, die wir unterschrieben haben."

Die No Angels bei der "Die große Schlagerstrandparty 2022"
Getty Images
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No Angels bei der McDonald's Benefiz Gala in München im Oktober 2022
Getty Images
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Die No Angels, 2007
Getty Images
Die No Angels, 2007
Wie findet ihr es, dass die No Angels in ihrer neuen Doku so offen über die Schattenseiten ihres Erfolgs sprechen?