Nick Reiner erscheint vor Mordprozess erneut vor Gericht
Nick Reiner (33) ist am Mittwoch erneut vor Gericht erschienen – an einem der letzten Termine vor dem eigentlichen Mordprozess. Dem Drehbuchautor wird laut Us Weekly vorgeworfen, im Dezember 2025 seine Eltern, den Regisseur Rob Reiner (†78) und dessen Ehefrau Michele (†70), in deren Haus in Los Angeles getötet zu haben. Bei der Vorverhandlung soll er keinerlei Gefühle gezeigt haben. Er trug braune Gefängniskleidung über einem weißen Langarmshirt, seine Handgelenke waren einzeln gefesselt. Bei dem Termin ging es um die Frage, ob die Protokolle der Anklagejury veröffentlicht werden sollen. In den Anklagepunkten wegen Mordes ersten Grades hatte Nick bereits im Februar auf nicht schuldig plädiert. Richter Sam Ohta gab der Verteidigung nun ein Zeitfenster: Zwischen dem 14. und dem 18. Dezember kann sie in Schriftsätzen darlegen, warum eine Offenlegung der Jury-Protokolle das Recht ihres Mandanten auf ein faires Verfahren gefährden könnte.
Die nächste Anhörung soll dann am 13. Januar stattfinden. Bereits im September hatte die Staatsanwaltschaft von Los Angeles erklärt, auf eine Todesstrafe zu verzichten. "Nach einer sorgfältigen und gründlichen Prüfung all dieser Faktoren wird die Bezirksstaatsanwaltschaft in diesem Fall nicht die Todesstrafe beantragen. Das bedeutet, dass Herrn Reiner als Höchststrafe lebenslange Haft ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung droht", führte Bezirksstaatsanwalt Nathan Hochman aus. Für die Entscheidung wurden auch die Ansichten von Nicks Geschwistern Jake (35) und Romy (28) berücksichtigt. Parallel dazu fordert Nick immer wieder Zugriff auf seinen Anteil an einem Treuhandfonds über 1,5 Millionen Dollar (1.335.232 Euro), den seine Eltern eingerichtet hatten. Am Freitag soll bei einer Nachlassanhörung am Los Angeles County Superior Court über den Status des Fonds entschieden werden.
Rob und Michele waren im Dezember 2025 tot in ihrem Haus aufgefunden worden. Das Paar war 36 Jahre lang verheiratet. Während seiner Ehe mit Penny Marshall hatte der Regisseur zudem deren Tochter Tracy adoptiert. Micheles Schwester Martine Singer sprach im September gegenüber Extra über die Trauer der Familie: "Unser Leben hat sich für immer verändert. Ich nehme an, eine Wunde heilt, aber die Narbe bleibt. Es ist wirklich schwer zu beschreiben, weil es nicht – es verschwindet nie." Ihre Schwester und ihren Schwager beschrieb sie als "absolut unglaublich zusammen". Zu den Hinterbliebenen halte sie engen Kontakt: "Jeder in der Familie heilt auf seine eigene Weise. Ich werde niemals meine Schwester sein. Ich kann niemals das ersetzen, was in ihrem Leben fehlt, aber ich betrachte sie als meine Kinder. Zwischen uns passt kein Blatt." Laut Medienberichten wurde bei Nick vor Jahren Schizophrenie diagnostiziert. Zur Tatzeit soll er wegen einer schweren psychiatrischen Erkrankung behandelt worden sein.

























