Manche halten ihn für irre, andere für das größte Genie, das Deutschland zu bieten hat. Am Dienstag gab Helge Schneider (60) eine „Fressekonperenz“ in Berlin, um den angereisten Journalisten Rede und Antwort für sein neues Bühnenprogramm „Buxe voll“ zu stehen.

Mit allerlei Weihnachtsgebäck und zwischen amerikanischen, deutschen und Osterhasenflaggen gab der Komiker am Redepult offiziell bekannt, was er auf dem Herzen hatte. Und was kam da zur Sprache? Natürlich alles, außer Details zum Programm selbst. Wer erwartet hatte, Gags oder einen genauen Ablaufplan in die Hand zu bekommen, wurde enttäuscht, denn Helge lebt und liebt die Improvisation – im Vordergrund standen deshalb eher tiefschürfende Themen wie die Metaphysik. Wo kommen wir her, wo gehen wir hin? Vor allem die Zukunft beschäftigt ihn sehr, gerade wenn er sich ansieht, wo Johannes Heesters heute mit 107 Jahren steht. Auf die Frage, ob er in so einem hohen Alter noch auf der Bühne stehen möchte, antwortete er zackig: „Nee. Mit 107 will ich auf der Bühne liegen.“

Ein bisschen was zum neuen Programm plauderte der selbstgewählte Präsident der U.S.OPA, dem neuen Staat, der sich aus den ehemaligen Gebieten Amerika und Europa gründet, dann doch: Das Publikum darf sich auf Zeitverschiebung, einen Mann weniger, ein Instrument mehr und einen Spitz als Spürhund (für die zivile Sicherheit) freuen. „Der neue Helge will frech sein“, gleichzeitig allerdings der Alte bleiben. Der Alte mit sechs bis sieben Instrumenten in der Hose und einer Lederjacke, die von allein stehen kann.

Seine Tour startet am 13. Februar in Hamburg und führt ihn bis Ende Oktober durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und sogar bis nach Mallorca. Allein in Berlin wird er zwischen März und April 22 Auftritte absolvieren. Die „Buxe voll“ habe er da auf jeden Fall, denn es sei nicht leicht, so viele Karten zu verkaufen und die paar Gäste dann so lange gut zu unterhalten. „Wenn's voll wird, ist schön, aber bei Laune halten geht meistens nur mit Ohrfeigen“, gestand der passionierte Satiriker der geladenen Presse. Helge in Bestform also – wer seinen Humor zu schätzen weiß, ist auch dieses Jahr bei „Buxe voll“ wieder gut aufgehoben und damit bleibt er seinem Motto treu: „Die Zeiten ändern sich – und ich nich.“

Helge SchneiderPromiflash
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