Jeanette Biedermann (30) ist nicht nur vor der Kamera aktiv, auch abseits vom Medienrummel engagiert sie sich nach Kräften. Als DRK-Botschafterin möchte sie besonders die Not der Straßenkinder in Peru lindern. Diese tapferen Kinder hat Jeanette ganz stark in ihr Herz geschlossen. Ihr Einsatz für sie ist so leidenschaftlich, dass sie nun sogar das Bundesverdienstkreuz erhielt! Die Anna und die Liebe-Darstellerin freute sich riesig, bei strahlendem Sonnenschein, die Auszeichnung entgegenzunehmen.

Im Interview erzählte sie anschließend, was sie beim Deutschen Roten Kreuz eigentlich so genau macht. Mit vielen anderen engagierten Helfern sorgt sie dafür, dass die Kinder in Peru eine Perspektive bekommen. Ihre Not ist nämlich so groß, dass sie gar nicht erst glauben, überhaupt eine Zukunft haben zu können: „Sie haben überhaupt keine Lobby, keiner spricht darüber, niemand weiß so richtig davon. Diesen Kindern geht’s sehr schlecht – logischerweise – sie geraten in einen Teufelskreis, aus dem sie nicht mehr rauskommen, müssen sich teilweise ganz jung schon prostituieren, um zu überleben und haben gar keine Chance, einmal ein vernünftiges Leben führen zu können.“

Um die Kinder vor diesem Schicksal zu bewahren, reiste Jeanette auch persönlich mit nach Lima, um dort das Kinderheim „Las Luces“ zu eröffnen. Dort sollen sie mithilfe von Schulausbildung dem Teufelskreis entfliehen. Natürlich ist es etwas anderes, von der Not anderer zu wissen, als sie dann selbst zu sehen, wie auch der Serienstar feststellen musste: „Das war alles heftig. Also ich bin da zurückgekommen und habe meine Welt erstmal ganz anders betrachtet und ganz anders gesehen.“ Sie konnte gar nicht fassen, wie schlecht es den Kindern tatsächlich geht: „Die Umstände, die Armut. Die unglaubliche Brutalität, mit der die Kinder da umgehen müssen.“

Dennoch war ihr die Berührung mit den Betroffenen sehr wichtig, denn es ist nicht nur schlimm und schockierend, das Leid hautnah zu erleben, sondern auch wunderbar, wenn die Hilfe angenommen wird. Das Glück der anderen wird zur Belohnung: „Lachende, glückliche Gesichter!“ Ein Junge ist der engagierten DRK-Botschafterin ganz besonders in Erinnerung geblieben, er zeigte ihr deutlich, wie viel ihr Einsatz vor Ort ihm bedeutete: „Da war zum Beispiel ein Junge, Pedro, der hat, als wir in dem Haus waren, echt wieder angefangen, zu träumen. Das hatte er völlig vergessen und er war erst neun oder zehn Jahre alt! Er hat angefangen, zu träumen. Er hat mir erzählt, dass er Polizist werden will. Das ist alles wieder hochgekommen, das hatte er alles begraben, schon als kleines Kind. Was man zurückbekommt, ist definitiv das Lächeln.“

Deshalb wird Jeanette auch Anfang des Jahres erneut nach Peru fahren, um das Projekt voranzutreiben, zu vergrößern und noch mehr armen Kindern zu helfen. Denn die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz ist für sie keineswegs Anlass, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Sie will weitermachen: „Es ist ein Ansporn, weiter so zu machen und andere Leute zu motivieren, sich ehrenamtlich einzusetzen und zu engagieren.“

Jeanette Biedermann im August 2017 in München
Getty Images
Jeanette Biedermann im August 2017 in München
Wolke Hegenbarth und ihr Freund Oliver
Getty Images
Wolke Hegenbarth und ihr Freund Oliver
Jeanette Biedermann im August 2017 in München
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Jeanette Biedermann im August 2017 in München


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