„Ich bin eigentlich gar kein Zocker“, sagt Georg Köster aus Wenden ganz lässig. Aber: „Mama sagt immer: 'Was dir zuerst in den Kopf kommt, das ist auch richtig!'“ Und in der Tat, sie kam ihm in den Kopf: Die richtige Antwort auf die 500.000 Euro-Frage und somit der Schlüssel zur halben Million bei Wer wird Millionär.

Günther Jauch (55) erfreute sich spürbar an seinem bescheidenen und ruhigen Kandidaten, der sich Schritt für Schritt souverän nach vorne tastete. Der LKW-Fahrer, der für zahlreiche Bühnenproduktionen wie „Bon Jovi“ oder „BAP“ arbeitete, hatte nicht viele weltbewegende Sprüche parat, dafür blieb er immer locker und souverän. „1600 und nicht den Hauch eines Jokers brauchen Sie!“ bemerkte Jauch anerkennend. „Kommt noch“, antwortete Georg Köster. Und es kam noch. Clever setzte er die Joker ein, beispielsweise bei der 64.000-Euro-Frage nach dem Urprung des Spruchs „über die Strenge schlagen“. Der kommt nämlich von den Zugpferden und das Publikum konnte den Kandidaten zumindest in die richtige Richtung lenken. Das Vertrauen in die richtigen Antworten kam aber aus ihm selbst heraus.

„Woher wissen Sie so viel?“ wollte Jauch wissen. Ach, man höre ja einiges und im Fernsehen könne man auch viel lernen. Den Ursprung des Wortes Pangaea kenne er aus der TV-Serie „Die Dinos“. Auch nicht schlecht - so ging es dann zügig vorwärts. Bei der halben Million wurde es dann aber verdammt schwierig. Was braune Landohren sind, wollte Günther Jauch wissen. Der Kandidat war sich recht sicher, dass es sich um Fledermäuse handelt. Er rief trotzdem seinen Telefonjoker im Urlaub im Sauerländer Winterberg an, der konnte ihm aber nicht wirklich helfen, sondern riet verzweifelt dazu, auszusteigen.

„Das ist so leicht vorher zu sagen: 'Wenn ich 64.000 Euro habe, dann höre ich auf'.“, bemerkte Georg Köster schon vorher. Bei der halben Million war selbst Günther Jauch nervös und musste sich die Füße vertreten. Doch eine Tugend von Georgs Mama (69) war Gold wert, denn er verließ sich auf seine Intuition und verließ sich auf die erste Antwort, die sich in seinem Kopf eingebrannt hatte. „Fledermäuse“ war richtig und Georg stieg mit den gewonnenen 500.000 Euro mehr als zufrieden aus.

Allerdings: Er hätte sogar die Million gewonnen! „Anhand der Turiner Skala klassifiziert man die potentielle Gefährlichkeit eines…?“ beantwortete er nach Ausschlussverfahren mit „Asteroiden“. Das wäre die richtige Antwort gewesen, aber Günther Jauch bemerkte treffend: „Ich glaube, das ist der schönste Verlust von 500.000 Euro, den man an einem Abend haben kann.“

Moderator Regis Philbin (r.) bei "Who Wants To Be A Millionaire?" 1999
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Moderator Regis Philbin (r.) bei "Who Wants To Be A Millionaire?" 1999
Ex-Moderator Cedric the Entertainer und Produzent Rich Sirop von "Who Wants To Be A Millionaire?"
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Ex-Moderator Cedric the Entertainer und Produzent Rich Sirop von "Who Wants To Be A Millionaire?"
Sarah und Pietro Lombardi bei "Let's Dance" 2016
Andreas Rentz/Getty Images
Sarah und Pietro Lombardi bei "Let's Dance" 2016


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