Günther Jauch rettet WWM-Kandidatin vor Quiz-Panne
Grundschullehrerin Stephanie Schumacher aus Seevetal erlebte bei Wer wird Millionär? einen Moment, den sie so schnell nicht vergessen dürfte: In der aktuellen Ausgabe der RTL-Quizshow kämpfte sie sich mit der defensiven Drei-Joker-Variante Schritt für Schritt nach oben. An der 8.000-Euro-Hürde lauerte dann eine besonders gemeine Lesefalle: "Welche Zeitschrift kürt alljährlich den 'Sexist Man Alive'?" Zur Auswahl standen "Cosmopolitan", "People", "Harper's Bazaar" und "Emma". Stephanie wollte spontan "Cosmopolitan" einloggen, wie teleschau berichtet. Doch Moderator Günther Jauch (69) stoppte sie, erinnerte an Lesekompetenz – und die Kandidatin erkannte den fehlenden Buchstaben, der alles änderte.
Gefragt war nicht der "Sexiest Man Alive", sondern der "Sexist Man Alive". "Dann müsste es die 'Emma' sein", folgerte sie und landete damit goldrichtig. Zuvor hatte Stephanie offen über ihren Schulalltag gesprochen und erklärt, wie sehr die sogenannten Corona-Jahrgänge unter Lücken in der frühkindlichen Bildung leiden. Migration sei dabei nicht das Hauptproblem, betonte sie im Gespräch mit dem Moderator, wichtiger seien mehr Personal und eine stärkere Lesekultur. Zur moralischen Unterstützung saß ihr Vater im Studio, zu Hause drückte Ehemann Frederik die Daumen – derselbe, der seiner Frau schon mal E-Mails mit Formulierungen wie "Anbei findest du folgende Unterlagen" und "Gruß, Frederik" samt Firmensignatur schickt.
Zuvor hatte sich die Pädagogin entschieden, auf Nummer sicher zu gehen, indem sie mit nur drei Jokern spielte, was ihr eine Garantie auf 16.000 Euro einbrachte. Doch genau dieser Sicherheitsmodus wurde ihr bei der 125.000-Euro-Frage zum Verhängnis: "In welcher Sportart werden telefonische Hinweise von Zuschauern zu Regelverstößen nicht mehr verfolgt?" Da sie keinen Joker mehr hatte und sich keinen Rat wusste, erklärte sie: "Ich steige aus." Als Günther spaßeshalber im Studio nachfragte, meldete sich prompt ein Zuschauer: "Golf." Der Moderator, der erst kürzlich einer weiteren Kandidatin eine zweite Chance gab, konterte schmunzelnd: "Das wäre der Mann Ihres Lebens gewesen."






