Bei Wer wird Millionär oder beim Lotto versuchen die Menschen immer wieder ihr Glück und wollen am liebsten eins: Ganz, ganz reich werden. Nur Wenige schaffen es und es stellt sich dann die Frage: Bringt das gewonnene Geld wirklich den erhofften Segen?

Bei RTL Extra wurde dieser Frage nachgegangen und auch WWM-Gewinner erzählten, wie es ihnen ergangen ist. Wie muss der Plan vom Glück aussehen, damit der Gewinn auch Freude bringt? Die Antwort lautet offenbar nicht: Die Kohle möglichst ungehemmt auf den Kopf hauen und alle Leute, die man kennt, mit luxuriösen Geschenken zu beglücken, wie das Beispiel eines Millionengewinners zeigt, der mit dem Geldregen nicht klar kam, letztendlich ins Gefängnis musste und alles verlor!

Mehr Fingerspitzengefühl beweisen da anscheinend Günther Jauchs (55) Sieger, wie er selbst feststellt: „So richtig ändern sich die Leute eigentlich nicht.“ Statt den erträumten Luxuswagen zu kaufen, würde er nur Probegefahren und statt in den Ruhestand zu gehen, arbeiteten die Leute weiter.

Bestes Beispiel? Ralf Schnoor (50), der im November 2010 die Million in äußerst cooler Manier absahnte und den eloquenten Moderator sprachlos zurückließ. Ähnlich cool bewältigte er anschließend den Geldsegen. Wie in der Sendung versprochen, erhöhte der Konditor den Lohn seiner Angestellten und bis auf kleine Anschaffungen für sein Geschäft, hat sich eigentlich nichts geändert. Zu Anfang konnte er den Gewinn sowieso erstmal gar nicht realisieren: „Ich habe mich nur über den Goldregen und den Applaus gefreut. Erst im Auto wurden mir und meiner Frau bewusst, wir haben jetzt richtig viel Geld!“ Erst nach gut zwei Wochen gab er das erste Geld aus – für sein Café. Denn seinen Job liebt er und hat ihn deshalb nicht aufgegeben: „Der Laden ist gemietet und will bezahlt werden, die Angestellten brauchen den Job und die Gäste wollen essen!“

Ralf Schnoor hat alles im Griff und zeigt, dass Geld nicht alles ist und nicht automatisch glücklich macht. Es bringe nur ein größeres Sicherheitsgefühl, betonte er. Diese Einstellung ist das beste Rezept, um möglichst lange den Geldsegen genießen zu können.

Moderator Regis Philbin (r.) bei "Who Wants To Be A Millionaire?" 1999
Getty Images
Moderator Regis Philbin (r.) bei "Who Wants To Be A Millionaire?" 1999


Tipps für Promiflash? Einfach E-Mail an: tipps@promiflash.de