Mit „Chasing Cars“ sang sich Thomas Godoj (33) 2008 in die Herzen vieler Zuschauer. Mit seinem Siegerlied bei DSDS, „Love Is You“, erhielt er bereits nach zwei Wochen eine Goldene Schaltplatte. Auch danach lief es weiterhin gut für den sympathischen Sänger und 2009 veröffentlichte er dann sein zweites Album Richtung G und ging 2010 dann schließlich auf Tour, doch der ganz große Charterfolg blieb aus.

Dennoch baute er seine Fangemeinde aus und ist seit Freitag zurück mit einem neuen Album, welches den Titel „So gewollt“ trägt. In einem exklusiven Interview mit Promiflash verriet uns Thomas Godoj, wieso dieser Titel: „Das ist das erste Projekt, das ich komplett, wirklich komplett, von Anfang an in Szene gebracht und auch komplett ins Leben gerufen habe. Ich habe mich von der Plattenfirma – für mich persönlich – getrennt und habe das Album jetzt selbst vorfinanziert.“ Aber auch von den zwei anderen Managements hat sich der Sänger losgesagt: „Das ist natürlich sehr schwierig von den Casting-Formaten vernünftig aufzuschlagen, weil die eigentlich nicht die Philosophie verfolgen, den Künstler langfristig zu halten und an der Karriere zu arbeiten. Das ist natürlich fatal und nicht gut, deswegen muss man sich von diesen Sachen trennen und seinen eigenen Weg einschlagen. Das habe ich in den letzten drei Jahre getan und es ist uns gelungen.“

In seinem neuen Album steckt sehr viel Leidenschaft drin. Den Song „Niemandsland“ nahm er zum ersten Mal mit einem Kinderchor auf. „Das hat mördermäßigen Spaß gemacht. Ich schraub an dem Album auch schon seit dem letzten Jahr und sehr intensiv seit dem letzten Oktober.“ Die Texte seiner Lieder schrieb er jedoch nicht alle selbst und um etwas Ruhe zu bekommen, tat er das, was viele Künstler tun, er zog sich mit seinem Kumpel zurück: „Wir haben uns in sein Ferienhäuschen verzogen, in der Nähe von Berlin und haben an dem Album herumgewurschtelt. Wir saßen im tiefsten Wald, hatten unsere Ruhe und konnten uns deswegen sehr gut konzentrieren.“

Seine Zeit bei DSDS bereut der Recklinghäuser nicht: „Ganz im Gegenteil. Ich würde es genauso wieder machen, denn es bietet eine enorme Fläche und die muss man genauso nutzen, wie die einen auch benutzen.“ Die nachfolgenden Staffeln konnte Thomas allerdings nicht weiter verfolgen. „Da ich in den letzten drei Jahren sehr aktiv war, zwar im Hintergrund und nicht in den großen Medien und auch noch Papa geworden bin – stolzer Papa von zwei Kindern – geht da natürlich sehr viel Zeit drauf.“ Dennoch sieht der Musiker einige Verbesserungsmöglichkeiten, besonders für die Gewinner der Shows: „Man muss sich mit demjenigen oder derjenigen auch mal auseinandersetzen.“ Mehr als ein Sprungbrett war seine Teilnahme allerdings nie: „Wenn man sich solche Casting-Formate anschaut, weiß man doch: Es ist im Prinzip eine große Karaoke-Show. Mehr auch nicht. Es ist ein Sprungbrett oder kann ein Sprungbrett sein.“ Seine erste, ganz eigene Singleauskopplung nennt sich „Dächer einer ganzen Stadt“.


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