Bereits seit vier Jahren spielt Francisco Medina (34) bei Alles was zählt die Rolle des Maximilian von Altenburg. Die Figur ist für ihn bis heute immer noch eine Herausforderung, da sie viele Facetten beinhaltet und sehr extrem ist. „Je extremer die Rolle, desto mehr kann man darin aufgehen“ findet der Darsteller. Gegenüber RTL berichtet er nun, wie er überhaupt zu der Serie gekommen ist, denn schließlich spielte er vor AWZ fast ausschließlich Theater, und was die Arbeit in einer täglichen Serie für ihn bedeutet.

Die Geschichte, die sich um seinen Einstieg bei AWZ rankt, ist ein wenig kurios, wie er selbst findet, denn er wurde scheinbar gezielt ausgesucht und zum Casting gebracht. „Ich habe vorher jahrelang Theater gemacht, insbesondere klassisches Theater - Schiller, Shakespeare oder etwa Sophokles. Ohne dass ich wusste, war eines Tages Charlotte Siebenrock, die Chefcasterin der Produktionsfirma Grundy UFA, im Publikum und hat mich spielen sehen. Wie ich hinterher gehört habe, war sie dann auch nicht nur einmal da, sondern bei verschiedenen Aufführungen. Anscheinend habe ich sie so überzeugt, dass danach die Frage kam, ob ich nicht beim Casting für 'Alles was zählt' vorbeischauen möchte“, so der Schauspieler. Allerdings war er nicht so schnell zu überzeugen, denn die Castings, die er zuvor mitmachte, waren nicht so positiv verlaufen. Aber dennoch ließ er sich letztendlich überzeugen: „Dann bin ich zum Casting gegangen und war von dem Gedanken, Fernsehen zu machen, begeistert.“

Für ihn war es nach dem Casting aber keine schwere Entscheidung mehr, die Rolle anzunehmen. „Ehrlich gesagt, war ich ziemlich leer. Es geht an die Substanz, wenn man jeden zweiten Abend auf der Bühne stehen und immer wieder eine andere Rolle spielen muss. Außerdem bin ich ein Typ, der sich mit seinen Rollen auseinandersetzt. Ich habe mich regelrecht in die Arbeit hineingefressen“, so der Maximilian-Mime. Hinzu kam dann auch noch die Kündigung beim Theater und seine Kollegen, die für die Arbeit bei einer Daily Soap nur ein müdes Lächeln übrig hatten“, erklärt Francisco das Geschehene, das ihn zum Fernsehen brachte.

Dabei übersehen viele, was für ein harter Job die Rolle in einer täglichen Serie ist. „Es ist ja nicht so, dass wir hier am Set stehen. Man muss die Drehbücher lesen, Texte auswendig lernen, seine Rollen recherchieren. Das ist hier harte Arbeit und hoch professionell. Die meisten Schauspieler haben eine super Ausbildung genossen. Meiner Meinung nach ist es in Deutschland oft so, dass Menschen und damit auch Schauspieler in Schubladen gesteckt werden - und das dann leider meist zu unrecht. Ich denke, dass viele gestandene Schauspielkollegen diesen Job gar nicht machen können. Ein guter Darsteller muss nicht zwangsweise auch Telenovela oder Daily Drama können“, ist er sich sicher. Außerdem nimmt das Drehen „viel Zeit und Kraft in Anspruch - soviel, dass irgendwann der Akku leer ist“, sagt der 34-Jährige. Nachdem er sieben Monate am Stück vor der Kamera stand, entschied er sich für eine längere Auszeit, die er natürlich schon einige Zeit im Voraus mit der Produktion absprechen musste.

Zwar bringt das feste Engagement viel Stress und einen straffen Produktionsplan mit sich, dafür aber auch die Sicherheit, ein geregeltes Einkommen zu beziehen. Das Geld ist für den Schauspieler mit chilenischen Wurzeln allerdings gar nicht so entscheidend, wie er sagt: „Geld ist mir wirklich nicht wichtig. Klar, ist es ein Vorteil, wenn man damit planen kann. Mir geht es aber vor allem darum, dass ich mich als Schauspieler weiterentwickeln kann. Das funktioniert besonders dann, wenn die Rollen extrem sind.“ Für ihn ist der zu spielende Charakter bei „Alles was zählt“ also durchaus eine Herausforderung, die er gerne immer wieder aufs Neue annimmt und sie auch nicht missen will.


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