Von Hamburg nach Berlin: Was an der Küste sehr erfolgreich gestartet ist und sich auch bis heute bewährt hat, soll nun in der Hauptstadt ebenso gut funktionieren. Christian Rach (54) eröffnet in Berlins pulsierender Mitte seine neue Restaurantschule „Roter Jäger“. Zusammengesetzt aus zwei Komponenten: Rot aufgrund der Farbe des Hauses, Jäger, weil das Restaurant in der Jägerstraße zu Hause ist. Und eben dieses heimische Gefühl möchten die Beteiligten auch an ihre Gäste weitergeben.

Die Kulisse ist gemütlich, offen und lädt zum Wohlfühlen ein. Die großzügige Bar ist in Rot gehalten, an kleinen Tischen können die Gäste bequem Platz nehmen und sich bewirten lassen. Dank der riesigen Fensterfront kann sogar das äußere Geschehen beobachtet werden. Christian Rach und sein Team haben eine Atmosphäre geschaffen, die angenehm und einladend wirkt. So soll das Projekt in Berlin noch besser, größer und erfolgreicher werden, denn aus den Fehlern in Hamburg haben sie gelernt, sagt Christian Rach. Die Schüler werden jetzt nicht mehr in gemeinsamen Wohnungen leben, wie es in Hamburg der Fall war. Denn nur so lassen sich gruppendynamische Prozesse vermeiden, die beim ersten Projekt zum Teil dazu geführt haben, dass sich die Teilnehmer gegenseitig negativ beeinflussten, erzählt Herr Rach während des Rundgangs durch den „Roten Jäger“. Weiterhin wird es direkt im Haus, über dem Restaurant einen Schulungsraum geben, in dem die Schüler unterrichtet werden sollen. Es soll ein Lehrer eingestellt werden, der die Einheiten führen soll.

Neben der offenen Küche, in welche die Gäste Einsicht haben, gibt es auch eine Lehrküche. Dort erlernen die Auszubildenden das Grundgerüst der Gastronomie – angefangen von der Getränkekunde bis hin zur Zubereitung der einzelnen Gerichte. Denn im „Roten Jäger“ wird alles selber hergestellt: Soßen, Nudeln, Eis. Das Wichtigste, was den Schülern jedoch beigebracht werden soll, ist die Verbidnung zwischen Kopf und Hand, wie Christian Rach feststellt. Die Wenigsten haben gelernt mit dem Kopf zu arbeiten, deshalb muss das Denken geschult werden. So auch die Allgemeinbildung, die bei vielen einfach schlichtweg zu kurz gekommen ist. Trotzdem ist für Christian Rach klar: „Ich erwarte von meinen Mitarbeitern nicht, dass sie dieselbe Arbeitsleistung haben, wie ich sie habe. Wir halten uns an die Arbeitsvorgaben, das heißt acht Stunden pro Tag. Wenn wir an einem Tag eine halbe Stunde länger arbeiten, fangen am Tag danach auch 30 Minuten später an. Das heißt, Flexibilität in der Gastronomie ist das A und O“, erzählt er im Interview mit Promiflash.

Auch, wenn es manchmal nicht unbedingt leicht gewesen ist, so glaubt Herr Rach sowie sein Team natürlich an der Erfolg des Projektes. Besonders schätzt der Sternekoch die Freiheiten, die ihm der Sender ermöglicht. „RTL sagt nicht zu mir, Rach, erzieh mal die Jugendlichen. Sondern RTL sagt zu mir, wir würden gerne mit dir wieder eine Restaurantschule machen. Mir redet da niemand rein. Ich habe keine Vorschriften. Also mache ich das so, wie ich glaube, wie wir damit gesellschaftlich umgehen sollten.“ Und genau das funktioniert bis dato sehr gut, denn die potentiellen Kellner und Kellnerinnen, ebenso wie die Köche und Köchinnen geben bereits jetzt 100 Prozent und versuchen eine wohlige Atmosphäre zu schaffen. Ob es aber schon ungeahnte Talente gibt, wollte Christian Rach dann aber noch nicht verraten.

Nur so viel: „Sie sehen uns hier bei guter Stimmung, trotz Höhen und Tiefen.“ Damit hat es der Sternekoch auf den Punkt gebracht und so ist die Öffentlichkeit gespannt, wie der „Rote Jäger“ ankommen wird und wer letztendlich den Sprung von der Arbeitslosigkeit in die Berufswelt erfolgreich meistert. All das wird dann ab dem 16. April bei RTL in „Rachs Restaurantschule“ zu sehen sein.

Christian Rach, Januar 2010
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Christian Rach, Januar 2010


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