Anklage gegen Ex-Prinz Andrew wegen Menschenhandels möglich
Ein Anwalt eines Opfers von Jeffrey Epstein (†66) hat die britische Staatsanwaltschaft aufgefordert, zu prüfen, ob Andrew Mountbatten-Windsor (66) wegen mutmaßlichen Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung angeklagt werden könnte. Perry Wander, ein Anwalt aus Beverly Hills, vertritt eine Frau, die nach eigenen Angaben von Andrew auf Schloss Windsor dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey vorgestellt wurde. Wie Perry jetzt gegenüber der Mail on Sunday erklärte, glaube er, dass der ehemalige Prinz nach britischem Recht wegen dieses Verbrechens angeklagt werden könne. "Wenn ein Staatsanwalt im Vereinigten Königreich den geltenden gesetzlichen Rahmen nach dem Modern Slavery Act 2015 anwenden würde, würde eine vernünftige Grundlage bestehen, um zu dem Schluss zu kommen, dass eine strafrechtliche Haftung für Menschenhandel festgestellt werden könnte", sagte der Anwalt dem Blatt.
Weitere Stimmen fordern ebenfalls Konsequenzen: Rechtsanwältin Gloria Allred kritisierte gegenüber der Mail on Sunday: "Die Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor betrifft ein Verbrechen gegen den Staat, und der Staat hat schnell gehandelt. Aber es gibt immer noch keine polizeiliche Aktion zu Vorwürfen, dass Andrew Verbrechen gegen Frauen begangen hat." Der US-Abgeordnete Suhas Subramanyan bot an, nach Großbritannien zu reisen: "Wir können in das Vereinigte Königreich kommen und ihn dort treffen. Er kann die Bedingungen des Gesprächs festlegen. Wir würden nur darum bitten, dass er dies unter Eid tut, weil er zuvor über seine Beziehung zu Epstein und einigen der Opfer gelogen hat."
Andrew wurde in der vergangenen Woche verhaftet, wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch. Die Verhaftung sorgte für internationale Schlagzeilen und löste Reaktionen von Jeffreys Opfern und deren Anwälten aus. Jegliche Vorwürfe hat der Ex-Prinz Andrew stets vehement bestritten. Zuletzt hatte das britische Unterhaus per mündlicher Abstimmung die Freigabe von Akten zu seiner früheren Ernennung zum Handelsbeauftragten beschlossen.









