Wenn unzählige Menschen zu den Gitarrenriffs von Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“ in die Luft springen und die Stimmung so überkocht, dass sich Künstler zum Crowdsurfing ins Publikum stürzen, dann befindet man sich für gewöhnlich wohl auf einem Rockkonzert.

Doch das Attribut „gewöhnlich“ ist eines, das definitiv nicht auf „Kool Savas und die Liga der außergewöhlichen Mcees“ zutrifft. Wie uns der King of Rap zuvor im Promiflash-Interview verraten hatte, war diese Tour zu Beginn ein Experiment für den Rapper. Wir haben uns beim Abschlusskonzert in Berlin gestern Abend davon überzeugt, dass es tatsächlich von Erfolg gekrönt war. Gemeinsam mit Kollegen wie Olli Banjo (35), Moe Mitchell (28), Die Orsons und Laas Unltd. (29) brachte er die Menge zum Bouncen. Das Konzept, dass die Hip Hopper ihre Kräfte bündeln und dabei von einer Live-Band begleitet werden, ging voll und ganz auf. Ob neue Tracks von der aktuellen EP der Orsons oder Klassiker wie „Pistole“ von Banjo, die Fans feierten jede einzelne Performance der Rapper. Dabei fiel auf, dass nicht Kool Savas (36) in den Fokus gerückt, sondern Hip Hop-Musik an sich gefeiert wurde. Statt einer One Man-Show, durfte man Jam-Atmosphäre genießen. Wohl auch deshalb wurde den fordernden Zwischenrufen des Publikums nach Savas-Songs wie „LMS“ oder „Das Urteil“ nicht nachgegangen.

Mit vereinten Kräften schafften sie es letztlich auch, dass die anwesenden Zuschauer die Columbiahalle zum Beben brachten und die Fans ihre Lieblinge im wahrsten Sinne des Wortes auf Händen trugen. Damit dürfte das Tour-Finale geglückt sein und die Rapper einmal mehr bewiesen haben, dass sie sich zu Recht „außergewöhnliche Mcees“ nennen.


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