Seit nun mehr zehn Jahren ist die deutsche Schauspielerin Eva Mattes (57) in ihrer Rolle der Karla Blum im Tatort zu sehen. Regelmäßig löst sie in den Krimis knifflige Mordfälle und ist stets darum bemüht, Verbrechen aufzuklären. Doch nun enthüllt sie eine Geschichte aus ihrer Kindheit, die gut und gerne als Vorlage für eine neue „Tatort“-Folge dienen könnte.

In ihrem Buch „Wir können nicht alle wie Berta sein“ schreibt die 57-Jährige darüber, dass sie als Kind selbst Opfer einer Straftat wurde. Ihr eigener Vater, der im Jahr 2002 verstarb, entführte sie und ihre damals sechsjährige Schwester, beschreibt sie. Damals sei sie jedoch froh gewesen, dass er sie beide mitgenommen habe, da sie sich sonst noch mehr gefürchtete hätte. Ihre Mutter war zu dem damaligen Zeitpunkt gerade auf Tour und ließ die Mädchen in der Obhut eines Kindermädchens. Als diese die Schwestern nicht an den Vater aushändigen wollte, habe dieser zugeschlagen. „Diese Entführung gehört zu einer Reihe unschöner Dinge, die mein Vater meiner Mutter antat. Er hatte sich von ihr getrennt, aber er wollte nicht schuldig geschieden werden und er wollte meiner Mutter auch keinen Unterhalt zahlen“, so die Schauspielerin. Insgesamt sechs Monate befanden sich die Mädchen in der Gewalt des Vaters, mussten im Badezimmer spielen und hatten Nacht für Nacht große Angst. „Jede Nacht machte ich ins Bett und wurde dafür jeden Morgen von meinem Vater gezüchtigt“, erinnert Eva Mattes sich zurück.

Einige Jahre nach dieser schlimmen Zeit entschuldigte sich der Vater bei den beiden und heute hat die Schauspielerin Frieden mit ihm geschlossen. „Warum mein Vater das inszeniert hat, verstehe ich bis heute nicht, aber ich nehme ihm schon lange nichts mehr übel.“

SWR/Stephanie Schweigert
SWR/Stephanie Schweigert
WENN


Tipps für Promiflash? Einfach E-Mail an: tipps@promiflash.de