Gerade das Rap-Biz hatte in der Vergangenheit den Ruf, Homosexualität nicht sonderlich tolerant zu begegnen. Zu sehr gehörte es zum Status der toughen Musiker, sich mit möglichst vielen freizügigen Frauen zu umgeben. Nachdem mittlerweile aber Hip Hopper wie Eminem (39) von früheren Schimpftiraden gegen Schwule in ihren Texten absehen, scheint mehr und mehr Akzeptanz Einzug gehalten zu haben. So müssen sich Künstler wie Frank Ocean (24) nicht mehr schämen, offen zu ihrer Sexualität zu stehen. Der Sänger und Rapper, der bereits mit Jay-Z (42) und Kanye West (35) für Tracks wie No Church In The Wild zusammengearbeitet hat, offenbarte jetzt in einer öffentlichen Nachricht via Tumblr Details über seine Beziehung zu einem Mann, seiner „ersten großen Liebe“.

Vor vier Jahren habe er einen Gleichaltrigen kennengelernt, mit den er die drei darauffolgenden Sommer verbracht habe, so Frank. Mit der Zeit wurde er sich seiner Gefühle bewusst. „Als ich merkte, dass ich verliebt war, war das bösartig. Es war hoffnungslos. Es gab kein Entkommen, ich konnte über meine Gefühle nicht verhandeln. Ich hatte keine Wahl. Es war meine erste Liebe, es hat mein Leben verändert“, so seine ehrlichen Worte. Frank hatte lange damit zu kämpfen, mit sich und seiner Sexualität ins Reine zu kommen. Damit erklären sich auch Textstellen in einigen seiner Songs von seinem neuen Album „Channel Orange“, in denen das Pronomen „er“ statt „sie“ an Stellen auftaucht, an denen man eigentlich mit der liebevollen Anrede an eine weibliche Person gerechnet hätte. Bislang gab es kaum Hip Hopper, die so offen über ihre Neigung zu Männern gesprochen haben.

Doch gerade deshalb erntet er besonders viel Respekt. Hip Hop-Mogul Russell Simmons (54), der Gründer von Def Jam, zeigte seine Unterstützung und schrieb auf seiner Website Global Grind: „Heute ist ein großer Tag für den Hip Hop. Es ist ein Tag, an dem sich zeigt, wer wir wirklich sind. Wie mitfühlend sind wir wirklich? Wie liebevoll können wir sein? Wie pauschal denken wir? Ich bin tief bewegt von der Courage, die Frank Ocean gezeigt hat.“ seine Entscheidung, öffentlich zu seiner Orientierung zu stehen, mache vielen jungen Menschen Hoffnung und sei wegweisend. In den Augen des Unternehmers sollten diese privaten Neigungen heutzutage sowieso keine Rolle mehr spielen.

Kris und Kylie Jenner mit Kourtney, Khloe und Kim Kardashian
Getty Images
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Kanye West, Kim Kardashian West, Kendall Jenner und Kylie Jenner
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Kim Kardashian und Kanye West mit Tochter North auf der New York Fashion Week im Februar 2015
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Kim Kardashian und Kanye West mit Tochter North auf der New York Fashion Week im Februar 2015


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