Die Menschen, die animierte Filme sprechen, haben keine besonders gesellige Arbeit. Sie stehen im Studio, sehen sich Filmausschnitte an und legen ihre Stimme über die Szenen. Das Ganze wird noch abstruser, wenn man nicht einmal eine Szene sieht und einfach nur einen Text in ein Mikro spricht, der dann in den Film montiert wird.

Wie skurril er diesen Vorgang findet, verriet nun Paul Bettany (41), Sprecher von Iron Man. Nein, nicht ganz - Iron Man ist natürlich Robert Downey Junior (47), aber Paul Bettany spricht J.A.R.V.I.S., die Computer-Stimme, die Iron Man ständig begleitet und ihn beispielsweise über seine Kräfte, seine Chancen und den aktuellen Zustand berichtet. Und wie Paul nun Digital Spy verriet, ist der Prozess, bei dem er seine Stimme leiht, wirklich ganz schön unpersönlich.

„Ich komme erst im allerletzten Augenblick dazu. Vorher klären sie, ob es noch irgendetwas gibt, das unklar ist. Wenn ja, dann kann ich es in meinem Dialog erklären.“ Das macht natürlich Sinn, allerdings ist der Arbeitsprozess dann wirklich kurz: „Ich fühle mich wie ein Pirat. Es ist echt fast schon Raub. Ich komme, lese zwei Stunden lang ein paar Sätze vor, bekomme eine Tasche voller Geld und hau wieder ab.“ Mit wirklicher Arbeit habe das nicht viel zu tun: „Ich fühle mich fast schon schuldig, denn Schauspielerei kann wirklich anstrengend sein und stundenlang gehen... Aber ich mache nichts!“

Und das bizarrste an der Arbeit ist, dass Paul Bettany tatsächlich noch nie irgendeine Szene aus den „Iron Man“-Filmen oder The Avengers gesehen hat, obwohl er sozusagen eine tragende Rolle spielt. „Ich habe keine Ahnung, worum es in den Filmen geht. Meine Kinder lieben sie. Es geht nicht darum, dass ich abgehoben bin, aber die Filme sind einfach nicht mein Ding.“ Aber immerhin ergänzt er noch kurz: „Das soll natürlich keine Respektlosigkeit gegenüber Marvel sein!“

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