In den Harry Potter-Filmen verkörperte Richard Griffiths, der gestern im Alter von nur 65 Jahren nach Komplikationen einer Bypass-Operation am Herzen verstarb, den fiesen Onkel von Harry Potter, Vernon Dursley, der diesem das Leben zur Hölle macht. Doch auch Griffiths' eigene Kindheit war alles andere als angenehm. Er wuchs in einem Elternhaus auf, in dem Geschrei und Gewalt an der Tagesordnung standen und das er selbst als "abscheulich" beschrieb, wie die Daily Mail berichtet. Seine Eltern waren beide taub und konnten nicht sprechen, trotzdem "gab es sehr viel Lärm auch ohne Sprache" und die Auseinandersetzungen endeten oft in Handgreiflichkeiten.

Er sagte einmal, dass, wenn er nicht so schnell gelernt hätte auf etwas zu zeigen, das er haben wolle, er sicherlich verhungert wäre. Glücklicherweise lernte er auch ohne Hilfe seiner Eltern das Sprechen, wurde deswegen aber auch ab einem Alter von vier Jahren von ihnen als "ihre Stimme" missbraucht und diente ihnen als Übersetzer. Seine Familie sei auch deshalb so kaputt gewesen, da sie einige schlimme Schicksalsschläge erleiden musste. So sei das erste Kind seiner Eltern eine Woche nach der Geburt im Krankenhaus ums Leben gekommen, woran Richards Vater seiner Frau die Schuld gab. Nach Richards Geburt erlitt sie außerdem noch zwei Fehlgeburten und musste den Tod zweier weiterer Kinder verkraften. "Sie ist früh gestorben, weil sie eine Phobie gegen Krankenhäuser entwickelte und einfach nicht mehr zum Arzt ging, wenn sie krank war", sagte Griffiths in einem früheren Interview.

Da die Familienverhältnisse so schwierig waren und sein Vater den Frust im Alkohol ertränkte, lief Richard oft von zu Hause weg. Sein außerordentliches Talent als Schauspieler half ihm zum Glück aus der Familien-Hölle heraus. Umso tragischer ist es wohl, dass er nun viel zu früh verstarb.

ActionPress/Murray Close
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