Sein Sitz blieb leer. Als der FC Bayern München vor wenigen Minuten im Berliner Olympiastadion die dominanteste Saison seiner Vereinsgeschichte mit dem vorzeitigen Titelgewinn krönte, war Uli Hoeneß (62) nicht da. Der umstrittene Macher des Vereins und der Marke FC Bayern, der vor wenigen Wochen wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe verurteilt worden war, feierte heute wohl im Stillen seinen traurigsten Titel.

Von Vereinsseite hieß es, Hoeneß werde bis zum Antritt seiner Strafe kein Spiel seiner Bayern mehr im Stadion besuchen, stattdessen große, öffentliche Plätze meiden. Und so kam es auch: Als der FC Bayern mit Bastian Schweinsteiger (29) und Co. auch Hertha BSC Berlin keine Chance ließ und den 19. Sieg in Folge feierte, war Hoeneß nicht im Stadion.

Ein trauriges Novum: In den vergangenen 45(!) Jahren hatte Uli Hoeneß keinen Titelgewinn seiner Bayern verpasst, die er erst als Spieler und später als Manager und Präsident zu großen Erfolgen führte. Während Hoeneß die Meisterschaft immerhin noch in Freiheit registrieren konnte, dürften mögliche Entscheidungsspiele um den DFB-Pokal und die Champions League in seinen Gefängnis-Aufenthalt fallen.

Mats und Cathy Hummels beim Oktoberfest in München, 2016
Getty Images
Mats und Cathy Hummels beim Oktoberfest in München, 2016
Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München
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Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München
Uli Hoeneß (r.) mit seinem Anwalt Hanns W. Feigen 2014 vor Gericht
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Uli Hoeneß (r.) mit seinem Anwalt Hanns W. Feigen 2014 vor Gericht


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