Der Missbrauchsskandal um Bill Cosby (77) entwickelt sich allmählich zu einer Schlammschlacht. Während immer mehr vermeintliche Vergewaltigungsopfer Klage gegen den TV-Star einreichen, zieht Cosby nun selbst vor Gericht. Er hat Klage gegen eines seiner angeblichen Opfer eingereicht.

Bill Cosby
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Judy Huth hatte behauptet, im Jahr 1974 vom Entertainer missbraucht worden zu sein. Damals war sie erst 15 Jahre alt. Dass sie trotz der langen Zeit, die seitdem verstrichen ist, Klage einreichen konnte, liegt an einem kalifornischen Gesetz, das die Verjährungsfrist außer Kraft setzt, sobald ein Erwachsener entdeckt, dass psychische Schäden auf einen Missbrauch in der Kindheit zurückzuführen sind. Dann hat das Opfer drei Jahre Zeit, den Fall vor Gericht zu verhandeln. Davon hat Huth nun Gebrauch gemacht. Doch wie TMZ berichtet, klagt Cosby jetzt an, dass die heute 55-Jährige den Fall bereits vor zehn Jahren an die Zeitungen verkaufen wollte - die gesetzliche Frist von drei Jahren mittlerweile also längst verstrichen ist und Huth 2014 nach kalifornischem Recht demnach keine Grundlage für eine Klage gegen Cosby hätte.

Bill Cosby
Splash News
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Außerdem klagt Letzterer an, dass Huth ihn mit den Anschuldigungen erpresst habe. Seinem Anwalt zufolge habe Huth Ende November erst 100.000 Dollar für einen Verzicht auf eine Klage gefordert, einen Tag später soll ihr Anwalt die Forderung auf 250.000 Dollar erhöht und erneut damit gedroht haben, die Medien einzuschalten. Cosby habe die Zahlung abgelehnt und dann Klage eingereicht.

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