Sie gehörte zu den Stars der amerikanischen Entertainmentbranche, die den Missbrauchsvorwürfen gegen Stephen Collins (67) von Anfang an Glauben schenkten. Doch nachdem der Schauspieler dazu ein Interview im US-Fernsehen gegeben und sich dabei halb entschuldigt, halb herausgeredet hat, schäumt Rosie O'Donnell (52) regelrecht. Was die Moderatorin von Stephen und seiner Beichte hält, hat sie in ihrem Blog Rosie.com zum Ausdruck gebracht - in Gedichtform und offenbar mit jeder Menge Wut im Bauch.

Stephen Collins
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Stephen Collins

In ihrer Abrechnung berichtet Rosie davon, wie sie Stephen 1997 kennenlernte, sich mit ihm prima verstand und ihn scheinbar sehr schätzte. Seine "Entschuldigungstour", wie die 52-Jährige das ihrer Meinung nach zu weichgespülte Gespräch in der Show von Katie Couric nennt, konnte Rosie nicht länger als zwanzig Sekunden ansehen. Sie wirft dem geständigen Akteur vor, nicht einen Funken Ahnung davon zu haben, was er den minderjährigen Mädchen angetan hat - und kann genau das aus eigener Erfahrung schildern, da sie selbst als Kind sexuell missbraucht wurde. "Mein Körper wurde mein Feind. Wie viele Überlebende von sexuellem Missbrauch an Kindern wurde ich fettleibig, kämpfte gegen schwere Depressionen, habe Panikattacken."

TV-Moderatorin Rosie O'Donnell
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TV-Moderatorin Rosie O'Donnell

Die persönliche Betroffenheit der Entertainerin ist sicherlich der Grund, wieso sie so scharf gegen Stephen und bei der Gelegenheit auch noch gegen den ebenfalls des Missbrauchs beschuldigten Bill Cosby (77) schießt. Dennoch will sie mit diversen Links und hoffnungsvollen Worte auch anderen Betroffenen helfen: "Es gibt gute Neuigkeiten: Wir können uns selbst heilen."

Bill Cosby
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Bill Cosby