Die Krankheitsgeschichte von Helmut Schmidt (96) liest sich wie das Drehbuch zu einer Arzt-Serie: Einlieferung ins Krankenhaus wegen eines akuten Gefäßverschlusses im Bein, operativer Eingriff, gefolgt von einem Aufenthalt auf der Intensivstation. Kaum ist der Altkanzler auf die Normalstation verlegt worden, greift der Kettenraucher wieder zur Zigarette. Nun hat die Odyssee ein Ende, denn der Politiker darf endlich nach Hause.

Helmut Schmidt
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Zwei Wochen lang bangte die Nation um den Hanseaten und kein Tag verging, an dem es keine Meldung über seinen Gesundheitszustand gab. Jetzt darf der Senior das Krankenhaus verlassen – allerdings nur auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten, wie die Bild berichtet. Der Chefarzt des Asklepios St. Georg sagte gegenüber der Zeitung: "Schmidt geht es besser, aber die Bein- und Fußdurchblutung ist eingeschränkt, und seine Motorik lässt weiter zu wünschen übrig. Ich hoffe, dass er zu Hause schneller wieder in die Gänge kommt." Nach vollkommener Genesung klingt das nicht, doch der 96-Jährige, der für seine großartigen Reden bekannt wurde, ist ein Überzeugungskünstler. Deshalb sagen seine Ärzte vermutlich auch nichts gegen seine Nikotinsucht. "Schmidt raucht seit mehr als 80 Jahren. Er soll ruhig wieder zur Zigarette greifen. Hauptsache, er bewegt sich."

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Der Gesundheitszustand des SPD-Mitglieds sei sichergestellt – vermutlich übernimmt sein Leibarzt die Versorgung – sodass der Hamburger nun wieder zu seinem Wohnsitz im Stadtteil Langhorn zurückkehren kann.

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