Vor einem Jahr gab es Caitlyn Jenner (66) noch nicht einmal - und zeitweise war es ungewiss, ob die Öffentlichkeit sie auch noch kennenlernen würde. Als Bruce Jenner (66) fühlte sie sich nicht wohl in ihrer Haut, sie versteckte sich. Das trieb Caitlyn so weit, dass sie mit dem Gedanken spielte sich umzubringen.

Caitlyn Jenner
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Wenn Caitlyn an diese Zeit zurückdenkt, kann sie es kaum glauben, dass sie es so lange ausgehalten hat, gesteht sie gegenüber Glamour. Sie lebte eingeengt auf ihrem Grundstück in Malibu, das durch eine Mauer abgetrennt war, um sich vor den Paparazzi abzuschirmen, die ihre Verwandlung auf Schritt und Tritt beobachteten. "Da war ich nun, in diesem wunderschönen Strandhaus, ganz allein in meiner kleinen Einsamkeit, genau da, wo ich angefangen habe mit denselben Problemen zu kämpfen, als ich zehn Jahre alt war", erinnert sich der transgender Star.

Caitlyn Jenner
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Ihr Tiefpunkt war an dem Tag, als Fotografen ihr vor der Praxis ihres Arztes nachspionierten. Damals ging es darum ihren Adamsapfel zu verkleinern. Für sie hätte das ein privater Moment bleiben sollen - das war es aber nicht. In dieser Nacht konnte Caitlyn nur an die Waffe denken, die sie zu Hause hatte. "Geh' da rein, kein Schmerz mehr", wiederholte sie immer wieder vor sich hin.

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Aber im Morgengrauen hatte sie so etwas wie eine Offenbarung. "Ich dachte, 'Okay, du verwandelst dich, große Sache! Du bist noch am Leben. Du musst dein Leben interessant machen!'", das war der Moment, indem Caitlyn beschloss zu leben. Sie wusste, dass es nicht leicht werden würde, aber sie sah darin ihre Aufgabe, dieses Thema an die Öffentlichkeit zu bringen. Caitlyn hofft, dass sie mit ihrer Geschichte anderen, denen es genauso geht, hilft.