Prozess-Auftakt beim angeblichen Tötungsdelikt von Verona Pooths (47) ehemaligen Bodyguard: Jens H. muss sich ab heute als Angeklagter vor dem Landgericht in Düsseldorf verantworten. Gleich am ersten Prozesstag ließ der ehemalige Angestellte von Verona eine Erklärung verlesen, in der er die Tötung an seiner Ehefrau Ana H. gestand.

Verona Pooth
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Der Angeklagte ließ über seine Verteidiger verlauten, dass er seiner Partnerin zunächst Beruhigungsmittel verabreichte und sie dann tötete. "Mein Mandant konsumiert seit dem 18. Lebensjahr Drogen, seit April 2015 nimmt er auch noch Schlaf- und Beruhigungsmittel gegen Schlaf- und Angststörungen", wird sein Anwalt Wolf Bonn von der Bild zitiert. So plädiert die Verteidigung darauf, dass Jens H. aus dem Affekt heraus gehandelt habe und dabei keinen konkreten Mordplan verfolgte.

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Zunächst habe der Angeklagte nach eigenen Angaben dem Mordopfer Schlafmittel in den Kaffee gegeben. Als seine Frau wieder zu sich kam, gab es erneut Streit zwischen den Eheleuten. Nachdem Ana H. ihrem Mann eine Ohrfeige verpasste, machte er sie durch einen Kampfsport-Griff an den Hals bewusstlos. Erst dann habe der Ex-Leibwächter von Verona Pooth angeblich spontan den Entschluss gefasst, seine Partnerin umzubringen. Die Staatsanwaltschaft allerdings geht davon aus, dass die Tat im Voraus geplant war. Man wirft Jens H. außerdem vor, das Opfer mit mehreren Messerstichen misshandelt und seine Finger mit einer Rosenschere abgeschnitten zu haben, um die Identifizierung der Leiche zu beeinträchtigen.

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Insgesamt 14 Tage sind für die Verhandlung angesetzt, Verona Pooth wird dabei nicht als Zeugin vorgeladen. Beim Bekanntwerden der Vorwürfe im letzten Jahr äußerte sie sich entsetzt und sagte über ihren ehemaligen Angestellten: "Er war stets ein sehr freundlicher und zuvorkommender Fahrer und Bodyguard."