Es war sein echter Durchbruch - und ihr erster Karriereknick: Der am Gründonnerstag viel zu früh verstorbene Roger Cicero (✝45) sicherte sich 2007 mit seinem Hit "Frauen regier'n die Welt" das Ticket zum Eurovision Song Contest. Was viele schon vergessen haben: Damals setzte sich Roger Cicero im Vorentscheid unter anderem gegen die favorisierte Girlgroup Monrose durch - und sorgte bei Mandy Capristo (heute unter dem Namen "Grace Capristo" unterwegs), Bahar Kizil (27) und Senna Gammour (36) für richtig bediente Gesichter.

Senna, Mandy Capristo und Bahar
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Senna, Mandy Capristo und Bahar

Während der Abstimmungsphase hatte der Jazz-Sänger sich sogar zu einem - natürlich witzig gemeinten - Seitenhieb in Richtung Monrose hinreißen lassen, als er vor den Kameras einen Aufruf ans Publikum losließ: "Liebe Eltern, versteckt die Handys eurer Kinder und ruft für mich an." Doch auch ohne diese Ansprache hätte es wohl für den Sieg gereicht. Überragende 70 Prozent stimmten damals für Roger Cicero ab. Monrose, die mit dem Song "Even Heaven Cries" angetreten waren, belegten mit nur 20 Prozent der Anrufer abgeschlagen Platz zwei, blieben nur knapp vor Schlusslicht Heinz-Rudolf Kunze (10 Prozent). Ein Ergebnis, das im Moment der Bekanntgabe besonders Mandys Miene gefrieren ließ.

Senna, Mandy Capristo und Bahar
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Senna, Mandy Capristo und Bahar

Damals witterten viele schon das Karriere-Aus von Monrose. Gerade für Bahar platzte ein Traum. Im Vorfeld hatte sie gesagt: "Beim Grand Prix teilnehmen zu können macht noch mehr Spaß als bei Popstars. Es war schon immer ein Traum von mir." Doch Mandy, Senna und Bahar meldeten sich schon wenige Monate später mit ihrem Sommer-Hit "Hot Summer" zurück. Roger Cicero landete beim ESC auf einem enttäuschenden 19. Platz, sein Song ist aber bis heute der letzte deutsche Beitrag in der Landessprache.

Roger Cicero
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Roger Cicero

Trotz des Dämpfers ging seine Karriere danach erst richtig los. In diesem Video nimmt Promiflash Abschied von einem bemerkenswerten Künstler, der übrigens auch ein sehr stolzer Papa war.