Eine geliebte Person zu Grabe tragen zu müssen - das ist eines der schlimmsten Dinge, die einem Menschen passieren können. Bärbel Schäfer (52) hat einen derartigen Schicksalsschlag schon mehrmals erlebt. Vor 18 Jahren starb ihr damaliger Lebensgefährte bei einem Autounfall. 2013 musste sich die beliebte Moderatorin innerhalb kurzer Zeit von ihrem Bruder und ihrem Vater verabschieden. Deshalb macht sich Bärbel jetzt auch über ihre eigene Endlichkeit Gedanken.

Bärbel Schäfer zu Gast in der ARD Talkshow Hart aber Fair in Köln
Horst Galuschka
Bärbel Schäfer zu Gast in der ARD Talkshow Hart aber Fair in Köln

Aus dem Tod ihrer Lieben hat die Moderatorin Lehren für ihr eigenes Leben gezogen. Und wichtige Vorbereitungen getroffen: "Nach dem Tod meines Bruders und meines Vater habe ich nun viele Dinge im Vorfeld selber organisiert. So habe ich bereits mein Testament aufgesetzt und eine Patientenverfügung abgeschlossen. So ist für den Fall, dass mir etwas zustoßen sollte, alles geregelt", erzählt die 53-Jährige im Gespräch mit der Bild-Zeitung. Obwohl sie nicht täglich damit rechne, zu sterben, wolle sie dennoch alles ordentlich hinterlassen. "Hinter meinem Schreibtisch gibt es ein Regal, in dem zwei Ordner stehen, in dem sozusagen das Leben nach meinem Tod organisiert ist", verrät die Mutter zweier Söhne.

Bärbel Schäfer und ihr Bruder Martin
ActionPress/ MEYER,THOMAS
Bärbel Schäfer und ihr Bruder Martin

Nach dem Verlust ihrer Angehörigen geht es Bärbel langsam wieder besser, und sie kehrt in ihren Alltag zurück. "Ich bin durch den Tod meines Bruders und meines Vaters durch das Leben gestolpert. Umso schöner ist es, nach all diesen traurigen Momenten wieder das Leben spüren zu können", sagt die Moderatorin, für die anfangs "die Leichtigkeit des Glücks" komplett weg war. Über ihren Umgang mit der Trauer hat Bärbel auch geschrieben: in ihrem Buch "Ist da oben jemand? Weil das Leben kein Spaziergang ist.“

Bärbel Schäfer und Michel Friedman
ActionPress
Bärbel Schäfer und Michel Friedman