Seit dem Erdogan-Schmähgedicht im März 2016 polarisiert Satiriker Jan Böhmermann (36) in den deutschen Medien. Dem Entertainer gelingen regelmäßig virale Hits und Aufreger, die die sozialen Plattformen auf Trab halten. Jetzt hat es der Moderator sogar ins Museum geschafft!

Im NRW-Forum Düsseldorf konzipierte der Journalist zusammen mit seinem Team von der bildundtonfabrik die Ausstellung "DEUTSCTHLAND". Dabei ist "Deutschland" bewusst falsch geschrieben – warum das so ist, wird jedoch nicht erklärt. Künstlerischer Direktor des Museums ist Alain Bieber. Er meint, die Ausstellung sei eine "Interpretation des hässlichen Deutschen". Die Idee für die Institution kam Alain, nachdem er 2016 eine Folge von Jans Late-Night-Sendung verfolgt hatte.

In dem Museum werden unter anderem Macht, Medien und Manipulation thematisiert. Arbeiten zur deutschen Gegenwart werden ebenfalls ausgestellt. "Die Gegenwart muss mit Kunst bezwungen werden" heißt es in einer Ankündigung des Forums. Zu besichtigen gibt es unter anderem Angela Merkels Wanderbekleidung zum Anfassen und Hetz- statt Glückskeksen. Der "rechtsfreie Raum" spielt auf das Erdogan-Schmähgedicht an und ist eine Art Dokumentation des Rechtsstreits zwischen Jan und dem türkischen Präsidenten. Das Museum selbst ist ein Hochsicherheitstrakt. Taschen werden kontrolliert, Handys abgegeben. Denn seit dem Erdogan-Gedicht soll der Satiriker vorsichtiger geworden sein.

Jan Böhmermanns Ausstellung "Deuscthland"Instagram / intromagazin
Jan Böhmermanns Ausstellung "Deuscthland"
Plakat von Jan Böhmermanns AusstellungInstagram / rheinischepost
Plakat von Jan Böhmermanns Ausstellung
Jan Böhmermann, SatirikerSean Gallup / Getty Images
Jan Böhmermann, Satiriker
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