George Clooney enthüllt Albtraumdreh mit David O. Russell
Nicht jede Filmproduktion verläuft harmonisch – doch was George Clooney (64) beim Dreh zu "Three Kings" im Jahr 1999 erlebte, geht weit über gewöhnliche Spannungen am Set hinaus. In einem gemeinsamen Interview mit Brad Pitt (62) für GQ ließ der Schauspieler kein gutes Haar an Regisseur David O. Russell (67). Der Anlass war eigentlich ein anderer: Beide Schauspieler sprachen darüber, wie sich ihre Prioritäten mit zunehmendem Alter verschoben haben – und dass Lebenszeit kostbarer geworden sei als Berufserfolg um jeden Preis. Fünf Monate für einen Filmdreh aufzuwenden, das will George gut überlegt haben. "Ich mache einen wirklich guten Film wie 'Three Kings', werde dabei einen miserablen Kerl wie David O. Russell haben, der dir das Leben zur Hölle macht. Der jedem Menschen im Team das Leben zur Hölle macht. Das ist es nicht wert. Nicht zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben. Nur um ein gutes Produkt zu haben."
"Three Kings" war Davids erster wirklich großer Hollywood-Film – ein Sprung von kleinen Independent-Produktionen hin zu einer Starbesetzung mit George, Mark Wahlberg (54), Spike Jonze und Ice Cube (56). Der Druck war spürbar, und der Regisseur reagierte darauf offenbar mit Wutausbrüchen, die regelmäßig die gesamte Crew trafen. In einem besonders hitzigen Moment sei die Situation körperlich eskaliert, wie George bereits im Jahr 2000 im Playboy verriet. Er habe beschwichtigend einen Arm um David gelegt und an ihn appelliert: "David, du kannst nicht Leute schubsen, drängen oder demütigen, die sich nicht wehren dürfen", so George. Doch David habe mit Provokationen und schließlich auch physischer Gewalt geantwortet – er soll George einen Kopfstoß verpasst haben. Für George war danach eine rote Linie überschritten. Er beschrieb den Dreh wenig später als "die wahrhaftig, ohne Ausnahme schlimmste Erfahrung meines Lebens".
Dass der Film trotz allem künstlerisch geglückt ist, streitet George auch heute nicht ab. Doch das ändere nichts an seiner Haltung gegenüber David. Die Zusammenarbeit endete in einem Bruch, der bis heute nicht gekittet wurde. "Werde ich jemals wieder mit David zusammenarbeiten? Auf keinen Fall. Niemals. Halte ich ihn für unglaublich talentiert und finde ich, dass er für einen Oscar nominiert werden sollte? Ja!", betonte George bei "Entertainment Weekly". Auch Amy Adams (51) arbeitete zweimal mit ihm zusammen und erklärte anschließend, dass David sie fast täglich zum Weinen gebracht habe. Der Regisseur, bekannt für Erfolge wie "Silver Linings Playbook" und "American Hustle" und bei Kollegen wie Christian Bale (52) durchaus beliebt, versuchte die Angelegenheit damals sachlich abzuhaken. Für George hingegen ist das Kapitel zwar geschlossen – aber keineswegs vergessen.









