Der ECHO-Skandal geht in eine neue Runde! Farid Bang (31) und Kollegah (33) sind das Gesprächsthema des Musikpreises: Die Rapper wurden schon im Vorfeld der Awardverleihung heftig für ihr Album "Jung Brutal Gutaussehend", das antisemitische Textzeilen enthalten soll, kritisiert. Die Toten Hosen-Frontmann Campino (55) teilt heute Abend sogar live auf der Bühne gegen die Muskelpakete aus. Eine Aktion, die die Jungs nicht auf sich sitzen lassen.

Der Preis in der Kategorie "Hip-Hop National" geht tatsächlich an Kolle und Farid. Die Rapper verzichten allerdings auf die klassische Dankesrede und richten ihre Worte stattdessen an Campino: "Nachdem der Ethikausschuss darüber entschieden hat, sich dann noch als Künstler, der aus derselben Stadt kommt wie wir, als moralische Instanz aufzuspielen und uns an den Pranger zu stellen ist stillos und gebührt so einem großen Künstler wie Campino nicht." Hintergrund des Statements: Campinos Heimat ist Düsseldorf, Farids und Kollegahs Wahlwohnort. Als "Friedensangebot" hat er ein Portrait des Sängers gemalt, dass er für einen guten Zweck versteigern möchte. Dazu hält er kurz eine Zeichnung von Campino in die Kamera. Für Farid fühle sich der Award – dank der Rockband – jetzt nur noch wie ein Trostpreis an.

Für ihre Worte ernten die zwei laute Buhrufe und Pfiffe aus dem Publikum. Überreicht bekommen die "Jung Brutal Gutaussehend"-Interpreten den Preis übrigens nicht – wie gewohnt – von einem Künstlerkollegen, sondern von Moderator Amiaz Habtu (40). Diesen Job wollte offenbar keiner der anwesenden Musiker übernehmen.

Campino beim ECHO 2018 in BerlinAndreas Rentz/Getty Images
Campino beim ECHO 2018 in Berlin
Farid Bang beim ECHO 2018Andreas Rentz/Getty Images
Farid Bang beim ECHO 2018
Kollegah mit Karikatur von Campino beim ECHO 2018AXEL SCHMIDT/AFP/Getty Images
Kollegah mit Karikatur von Campino beim ECHO 2018
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Klar! Die zwei sollten auch die Möglichkeit haben, was dazu zu sagen!
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Ne, absolutes No-Go! Der ECHO ist der falsche Rahmen für solche Debatten!


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