Die Aussagen von James Safechuck und Wade Robson (36) sind für die Familie von Michael Jackson (✝50) wohl nur schwer zu ertragen: Beide Männer geben an, als Kinder vielfach von dem Popstar missbraucht worden zu sein. Viele dieser Taten, während derer Wade gerade einmal sieben Jahre alt gewesen sein soll, beschreiben die mutmaßlichen Opfer detailliert in der Dokumentation "Leaving Neverland", deren erster Teil derzeit ausgestrahlt wird. Die britische Rundfunkanstalt BBC zog nun Konsequenzen: Auf ihrem Sender Radio 2 wird keine Musik von Michael mehr abgespielt.

Ein BBC Sprecher begründete die Entscheidung laut Times Online mit den Worten: "Wir bewerten jedes Musikstück nach seinen Vorzügen. Die Entscheidungen darüber, was wir in den verschiedenen Netzwerken spielen, werden immer unter Berücksichtigung des relevanten Publikums und der Zusammenhänge getroffen." Übersetzt heißt das wohl: Wenn Michael ein mutmaßlicher Kinderschänder war, wird seine Musik nicht mehr gesendet. Dafür genügt nun offenbar der begründete Verdacht.

Michaels Nachlassverwalter haben bereits mit einer Schadenersatzforderung von 100 Millionen Dollar gedroht, wenn der Sender HBO die Dokumentation ausstrahlt. Auch die Familie von Michael weist alle Vorwürfe zurück: Die Opfer hatten 2005 im Missbrauchs-Prozess gegen den Popsänger bereits ausgesagt, nicht unsittlich von ihm berührt worden zu sein. Der verstorbene "King of Pop" wurde vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs freigesprochen. Später widerriefen beide Männer ihre Aussage allerdings.

Wade Robson, Choreograf
Getty Images
Wade Robson, Choreograf
Michael Jackson
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Michael Jackson
Michael Jackson 2002 vor Gericht
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Michael Jackson 2002 vor Gericht
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Ich finde das gut. Ansonsten werden die Vorwürfe doch einfach ignoriert!
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Ist das wirklich sinnvoll? Er bekommt davon schließlich nichts mehr mit...


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