

Michael Jacksons Nachlassverwalter nennt neue Klage Abzocke
Der Nachlass von Michael Jackson (†50) hat in einem laufenden Rechtsstreit mit der Familie Cascio hart zurückgeschlagen. Laut Gerichtsdokumenten, die TMZ vorliegen, bezeichnete der Nachlass die Klage der vier Geschwister als regelrechtes "Abzock-Manöver". Die Cascios werfen dem 2009 verstorbenen King of Pop vor, sie in den 1980er-Jahren über Jahre hinweg sexuell missbraucht zu haben. Nun wollen sie – trotz bereits erfolgter millionenschwerer Vergleiche – noch mehr Geld vom Nachlass des Sängers erstreiten. Anwalt Marty Singer (74), der den Nachlass vertritt, sprach von einem "verzweifelten Versuch, Kohle zu machen". Die Gegenanwälte Howard King und Mark Geragos (68) hingegen erklärten, ihre Mandanten verdienten jeden Cent, auf den sie klagten.
Konkret geht es laut den Unterlagen um frühere Zahlungen von jeweils rund 3,45 Millionen Dollar an die vier Cascio-Geschwister. Zusätzlich sollen sie nach einem Vergleich seit einigen Jahren fast 700.000 Dollar jährlich pro Person aus dem Jackson-Vermögen erhalten. Trotzdem forderten sie demnach im Jahr 2024 weitere 213 Millionen Dollar. Der Nachlass beruft sich nun auf eine Schiedsklausel im damaligen Vergleich und verlangt, dass der aktuelle Rechtsstreit nicht vor einem öffentlichen Gericht, sondern in einem vertraulichen Schiedsverfahren ausgetragen wird. Die Anwälte der Cascios halten dagegen und verweisen auf eine Gesetzesänderung aus dem Jahr 2021, nach der Betroffene bei Fällen von sexueller Gewalt und Belästigung Schiedsvereinbarungen einseitig kippen können sollen. Da sie Michael schwere Übergriffe auf Kinder vorwerfen, beanspruchen sie das Recht auf ein offenes Verfahren und bitten den zuständigen Richter, den Antrag des Nachlasses auf ein Schiedsverfahren abzuweisen.
Dass Mark Geragos nun auf Seiten der Cascios steht, ist dabei bemerkenswert: Der Staranwalt verteidigte Michael einst selbst, als dieser Anfang der 2000er-Jahre mit Ermittlungen der Jugendbehörde konfrontiert war. Geragos schilderte zuletzt in der Talkshow "The Megyn Kelly Show", wie überfordert der Sänger damals mit den Vorwürfen gewesen sei. Dessen Kindheit unter Vater Joe Jackson (†89), der 2018 verstarb, spielt in dieser Einschätzung nach Angaben des Anwalts eine wichtige Rolle.





