Die Dokumentation "Leaving Neverland" hat den ehemaligen "King of Pop" Michael Jackson (✝50) vom Sockel gestürzt. Viele Zuschauer reagierten entsetzt auf die Vorwürfe von Wade Robson (36) und James Safechuck, als Kinder vielfach vom Sänger missbraucht worden zu sein. Popsängerin Madonna (60) weist nun darauf hin, dass die belastenden Aussagen noch lange keine Verurteilung rechtfertigen. Die Unschuldsvermutung müsse auch für den Verstorbenen gelten.

Im Interview mit der britischen Vogue wird Madonna deutlich: "Ich hege keine Lynchmob-Mentalität. Menschen sind in meinen Augen unschuldig, solange ihre Schuld nicht bewiesen ist." Auch sie selbst sei schon "mit tausend Anschuldigungen überschüttet worden", die nicht wahr gewesen seien. In dem Gespräch räumt Madonna zwar ein, die Dokumentation nicht gesehen zu haben. Eine Rolle spiele das aber nicht, denn einen Beweis könne der Film ohnehin nicht erbringen. Madonna erklärt, um zu einem Urteil zu kommen, müssten viele Aspekte miteinbezogen werden. So stelle sich meist die Frage: "Was wollen die Leute erreichen? Gibt es Menschen, die nach Geld fragen? Geht vielleicht eine Art Erpressung vor sich?"

Michael war 2005 von einem Gericht in den USA vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs freigesprochen worden. Der Richterspruch basierte unter anderem auch auf entlastenden Aussagen der mutmaßlichen Opfer.

Michael Jackson bei den Radio Music Awards 2003Getty Images
Michael Jackson bei den Radio Music Awards 2003
Madonna, PopstarZUMAPRESS.com / MEGA
Madonna, Popstar
Michael Jackson in Juni 2005Getty Images
Michael Jackson in Juni 2005
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